Politik

Russische Maschine in Luftraum Südkorea gibt Warnschüsse ab

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Südkorea startete seine Kampfjets, weil eine russische Maschine ohne Vorankündigung in den Luftraum des Landes eingedrungen sein soll.

(Foto: AP)

Ein russisches Militärflugzeug soll in den südkoreanischen Luftraum eingedrungen sein. Das alarmiert die Streitkräfte des Landes. Sie starten eigene Kampfjets - dabei fallen Schüsse.

Südkoreas Streitkräfte haben nach Behördenangaben Warnschüsse gegen mindestens ein russisches Militärflugzeug abgegeben, das den Luftraum des ostasiatischen Landes verletzt habe. Die russische Maschine sei in den Luftraum Südkoreas vor der Ostküste nahe der Felseninselkette Dokdo eingedrungen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien handelte es sich um einen russischen Bomber. Welche Absicht hinter den Verstößen stand, ist bislang unklar.

Es war das erste Mal, dass die Verletzung des südkoreanischen Luftraums durch eine russische Militärmaschine bekannt wurde. Die südkoreanischen Luftstreitkräfte setzten laut offiziellen Angaben nach dem ersten Verstoß eigene Kampfjets in Bewegung, die auch die Warnschüsse abgegeben hätten. Zuvor seien gemäß den Vorschriften auch Leuchtgeschosse abgefeuert worden. Nachdem das russische Flugzeug zunächst abgedreht habe, sei es später wieder für kurze Zeit zurückgekehrt.

Zuvor hatten den südkoreanischen Angaben zufolge bereits mehrere russische und chinesische Militärmaschinen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert. Ob es sich um ein gemeinsames Manöver der russischen und chinesischen Streitkräfte handelte, ist nicht bekannt. Seoul kündigte an, Vertreter der chinesischen und russischen Botschaften einzubestellen, um gegen die Verstöße zu protestieren.

Südkorea hatte 2013 erklärt, seine eigene "Identifikationszone zur Luftverteidigung" in südlicher Richtung zu erweitern. Hintergrund war damals der Streit um Gebietsansprüche im Ostchinesischen Meer. Diese Zone gehört nicht mehr zum Hoheitsgebiet. Südkorea will jedoch wie andere Länder mit ähnlichen Zonen, dass sich in dem Überwachungsraum ausländische Flugzeuge identifizieren. Es kommt nach Angaben Südkoreas immer wieder zu Verletzungen der Zone durch russische und chinesische Flugzeuge.

Quelle: ntv.de, aeh/dpa