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Geräte bis 50 Zentimeter Länge Supermärkte sollen Elektroschrott annehmen

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Elektroabfall gehört nicht in den Hausmüll.

(Foto: dpa)

Fernseher, Toaster oder Mikrowelle haben ausgedient - wohin damit nun? Entweder steht eine Fahrt zum Recyclinghof an oder aber ein Elektrogeräte-Händler nimmt sie zur Entsorgung an. Künftig soll man das auch in vielen Supermärkten erledigen können.

Damit weniger Elektroschrott im Müll landet, soll die Rückgabe alter Geräte für Verbraucher einfacher werden. So sollen bestimmte Geräte auch in Supermärkten abgegeben werden können. Das Bundesumweltministerium hat dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt. Die Rücknahmepflicht von Geschäften werde damit verbessert, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold von der SPD. Hintergrund ist, dass Deutschland die von der EU vorgeschriebene Sammelquote für alte Elektrogeräte nicht erreicht.

Künftig sollen dem Entwurf zufolge auch Supermärkte mit einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmeter, die mehrmals im Jahr Elektroartikel im Sortiment haben, alte Geräte kostenlos zurücknehmen müssen, wenn diese eine Kantenlänge von bis zu 50 Zentimeter haben. Das gilt auch, wenn der Kunde kein neues Gerät kauft. Die meisten Supermärkte und Discounter haben eine Verkaufsfläche über 800 Quadratmeter.

Bisher waren nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 Quadratmeter dazu verpflichtet, und die Größen-Grenze lag bei einer Kantenlänge von 25 Zentimetern.

Geräte über der Grenze, etwa Tiefkühltruhen, müssen bisher und auch künftig nur zurückgenommen werden, wenn der Kunde auch ein neues kauft. Onlinehändler müssen demnach alte Geräte kostenlos abholen, wenn sie neue verschicken. Die Bürger sollen besser darüber informiert werden, wo sie alte Geräte loswerden können, und wie man etwa Batterien entsorgen sollte.

Quelle: ntv.de, hul/dpa