Politik

Stadt nach drei Jahren befreit Syrische Armee durchbricht IS-Belagerung

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Mithilfe russischer Luftangriffe versucht die syrische Armee den IS in der Provinz Deir ez-Zor zu zermürben.

(Foto: REUTERS)

Die Provinz Deir ez-Zor im Osten Syriens gehört zu den letzten Hochburgen des IS. Doch fast drei Jahre nach der Eroberung gerät die Terrormiliz auch hier in die Defensive: Syrische Truppen sind in der Provinzhauptstadt auf dem Vormarsch.

Syrische Regierungstruppen haben nach fast drei Jahren einen Belagerungsring des Islamischen Staates im Osten des Landes durchbrochen. Armee und verbündete Kräfte hätten die vom IS eingeschlossene Enklave in der Stadt Deir ez-Zor erreicht, teilte die syrische Militärführung mit. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, es sei gelungen, einen Korridor zu den belagerten Einheiten zu öffnen.

Die syrische Militärführung sprach von einer "strategischen Wende" im Kampf gegen den Terror. Als nächstes will sie zum Flughafen der Stadt vorstoßen, der weiter vom IS belagert wird.

Die Provinz Deir ez-Zor gehörte zu den verbliebenden Hochburgen des IS in Syrien. Teile der gleichnamigen Provinzhauptstadt hatte die Terrormiliz 2014 erobert. Dadurch waren fast 7000 dort stationierte Regierungstruppen sowie 93.000 Zivilisten eingeschlossen. Um die notleidenden Menschen zu versorgen, hatten die Vereinten Nationen in der Vergangenheit Hilfe aus der Luft abgeworfen.

Reihe von Niederlagen

Mit dem Vormarsch der Regierungstruppen setzt sich für den IS eine Reihe von Niederlagen fort. Bereits zuvor hatten die Terrormiliz im Norden und Zentrums Syriens, aber auch im Irak große Gebiete verloren. Ein von Kurden angeführtes Bündnis nahm zudem mehr als die Hälfte der syrischen IS-Hochburg Rakka ein.

Sollten die Armee und ihre Verbündeten Deir ez-Zor vollständig einnehmen, wäre das für Assad ein großer Erfolg. Seine Truppen sollen bis zur irakischen Grenze weiter im Osten vorstoßen. Dann hätten sie eine Landverbindung von der Hauptstadt Damaskus bis in den Irak und weiter in den Iran. Die schiitische Republik gehört zu Assads wichtigsten Verbündeten.

Auch Russland als weiterer Partner der syrischen Regierung unterstützt die Offensive. Die russische Fregatte "Admiral Essen" habe vom Mittelmeer aus mehrere Marschflugkörper vom Typ Kalibr auf IS-Stellungen im Kampfgebiet abgefeuert, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Quelle: ntv.de, chr/dpa