Politik

Iran auf Putins Seite Teheran: NATO-Erweiterung "ernste Bedrohung"

275774179.jpg

Präsident Ebrahim Raisidie empfindet die NATO als Bedrohung.

(Foto: picture alliance/dpa/Iranian Presdiency)

Der Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine sorgt international für Empörung. Nicht so im Iran. Präsident Raisidie äußert die Hoffnung, dass das Eingreifen des Kreml einen positiven Effekt auf die Entwicklung Osteuropas haben werde.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat der iranische Präsident Ebrahim Raisidie Erweiterung der NATO als "ernste Bedrohung" der Sicherheit von Ländern "in unterschiedlichen Regionen" erklärt. Dies habe Raisi in einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesagt, erklärte das Präsidialamt in Teheran. Demnach zeigte sich Raisi hoffnungsvoll, dass "was gerade passiert", zu einer positiven Entwicklung in Osteuropa führen werde.

Russland hatte am Morgen einen Großangriff auf die Ukraine gestartet. Bodentruppen rückten von Belarus im Norden sowie vom Süden und Osten in das Land ein. Binnen weniger Stunden erreichten russische Streitkräfte den Großraum Kiew. Putin begründete die Invasion unter anderem mit einem angeblichen "Völkermord" an der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine und mit einer angeblichen Bedrohung Russlands durch die NATO.

Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian hatte zu einer Beilegung der Kämpfe aufgerufen. "Wir glauben nicht, dass Krieg die Lösung ist", erklärte er auf Twitter. Auch er machte allerdings die NATO für die Eskalation verantwortlich: "Die Ukraine-Krise hat ihre Wurzeln in Provokationen der NATO."

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen