Politik

Großer Bahnhof in Madrid Thunberg-Hype sorgt für Riesen-Gewimmel

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Greta Thunberg kurz nach ihrer Ankunft in der spanischen Hauptstadt.

(Foto: REUTERS)

Zunächst war nicht klar, ob es die weltberühmte Klimaaktivistin überhaupt rechtzeitig zur UN-Klimakonferenz nach Spanien schaffen würde. Nach der Atlantik-Überquerung und einer Zugfahrt ist Greta Thunberg nun aber da. Am Bahnhof braucht sie sogar die Hilfe von Sicherheitskräften.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist rechtzeitig zum großen Klimamarsch anlässlich des Weltklimagipfels in Madrid eingetroffen. Kurz nach ihrer Ankunft nahm sie auf dem Gipfel-Gelände an einem Sit-in teil. Zusammen mit anderen jungen Aktivisten aus aller Welt verharrte die 16-Jährige dabei in Schweigen.

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Thunberg war am Morgen am Bahnhof Chamartín angekommen. Dutzende Medienvertreter warteten bereits auf sie. Wegen des riesigen Andrangs musste Thunberg eine knappe Viertelstunde in dem Zug ausharren, bevor sie begleitet von zahlreichen spanischen Sicherheitskräften aussteigen konnte. Innenminister Fernando Grande-Marlaska hatte schon vor einigen Tagen erklärt, für die Schwedin werde es Sicherheitsmaßnahmen und Polizeischutz geben, wie sie für im Zentrum der Öffentlichkeit stehende Personen üblich seien.

Unter dem Arm hatte die junge Schwedin wie immer ihr berühmtes Protestschild mit der schwedischen Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" ("Schulstreik fürs Klima"). Sie sagte bei der Ankunft zunächst nichts, nahm den Rummel aber offenbar gelassen. Spanischen Medienberichten zufolge fuhr sie direkt zum Messegelände Ifema weiter, wo die UN-Klimakonferenz seit Montag stattfindet.

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Ihr Protestschild hat die Klimaaktivistin immer dabei.

(Foto: dpa)

Am Vormittag schrieb sie augenzwinkernd auf Twitter: "Ich habe es heute Morgen mit Erfolg geschafft, mich nach Madrid einzuschleichen! Keine Ahnung, ob mich irgendwer gesehen hat ... Aber es ist toll, in Spanien zu sein!" Dazu stellte sie ein Video, auf dem zu sehen ist, wie sie am Bahnhof von Menschen umringt wird. Die Klimaaktivistin verzichtet wegen der hohen CO2-Emissionen von Flugzeugen aufs Fliegen.

Hunderttausende zu Klimamarsch erwartet

Zuvor hatte sie den Nachtzug aus Lissabon genommen, wo sie nach ihrem Segeltörn über den Atlantik am Dienstag angekommen war. Am Abend will sie bei einem großen Klimamarsch im Zentrum der spanischen Hauptstadt eine Rede halten. Es werden Hunderttausende Demonstranten erwartet. Sie wollen Druck auf die Teilnehmer der Klimakonferenz ausüben.

Von einer Bühne aus sollen am Ende neben Thunberg auch der spanische Schauspieler Javier Bardem ("Eat Pray Love") und die brasilianische Umweltaktivistin Sonia Guajajara sprechen. "Heute schreiben wir Geschichte!", twitterte Fridays for Future Madrid, einer der Organisatoren.

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Greta Thunberg mit anderen jungen Klimaaktivisten in Madrid.

(Foto: imago images/Agencia EFE)

Die am Montag eröffnete Klimakonferenz, auf der ab nächster Woche auf Ministerebene verhandelt wird, dauert noch bis mindestens 13. Dezember. Mit Spannung wird erwartet, ob die einzelnen Staaten dabei ehrgeizigere Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung formulieren.

Die Hilfsorganisation Care monierte, die Industrienationen spielten in Madrid bislang auf Zeit. "Auch die EU-Kommission bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück. Sie muss dringend Klarheit über die geplante Erhöhung der Klimaziele senden, sonst könnte dies den internationalen Zeitplan für ambitioniertere Klimapläne anderer Länder torpedieren", sagte Sven Harmeling, klimapolitischer Koordinator der Organisation.

Quelle: ntv.de