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Forderung löste Bedenken aus Trump-Berater prüfte wohl Schlag gegen Iran

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John Bolton leitet den Nationalen Sicherheitsrat. Er gilt als scharfer Kritiker Chinas und des Iran.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sicherheitsberater des US-Präsidenten haben offenbar militärische Optionen gegen Teheran gefordert, nachdem im September eine pro-iranische Miliz Granaten auf Bagdad gefeuert hat. Das berichtet das "Wall Street Journal". Ob Trump selber davon gewusst hat, ist unklar.

Die Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump haben einem Zeitungsbericht zufolge im Verteidigungsministerium Optionen für einen Schlag gegen den Iran angefordert. Die Anfrage sei im vergangenen Herbst gestellt worden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf jetzige und frühere Regierungsvertreter.

Die Forderung habe im Verteidigungs- und Außenministerium starke Bedenken ausgelöst. Das Verteidigungsministerium sei der Anfrage aber nachgekommen. Unklar sei, ob die Optionen auch dem US-Präsidialamt zur Verfügung gestellt worden seien und ob Trump davon gewusst habe.

Der Nationale Sicherheitsrat wird von John Bolton geleitet, der als scharfer Kritiker Chinas und des Iran gilt. Auslöser für die Anfrage sei ein Vorfall in Bagdad gewesen, berichtete die Zeitung. Dort waren im September drei Mörsergranaten einer militanten pro-iranischen Gruppe im Diplomatenviertel eingeschlagen, allerdings auf einer freien Fläche. Verletzte gab es nicht. In dem Stadtteil liegt auch die US-Botschaft.

Zu dem Bericht wurde bislang keine Stellung genommen. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates sagte der Zeitung aber, nach versuchten Angriffen auf Botschafts- und Konsulatsmitarbeiter in Bagdad und Basra würden alle Optionen geprüft, um deren Sicherheit zu wahren.

Quelle: n-tv.de, lri/rts

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