Politik

Plattform reagiert erneut Trump-Tweet mit Warnhinweis belegt

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Twitter sieht in Trump-Tweet eine Gewaltandrohung.

(Foto: REUTERS)

US-Präsident Trump droht Demonstranten in der Hauptstadt Washington mit "massiver Gewalt", wenn sie versuchten, dort eine "autonome Zone" einzurichten. Bei Twitter reicht das für einen Warnhinweis - einen weiteren.

Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen. Der US-Konzern verbarg die Botschaft hinter einem Link, sodass der Inhalt nur nach einem Mausklick sichtbar wird. Trump hatte in dem Tweet erklärt, es werde in der Hauptstadt Washington niemals eine autonome Zone geben wie in Seattle, solange er Präsident sei. "Wenn sie es versuchen, wird man sich ihnen mit ernster Gewalt entgegenstellen."

Twitter erklärte, es handle sich um eine Gewaltandrohung gegen eine klar identifizierbare Gruppe. Entsprechend habe man hier das Verfahren für Tweets von öffentlichem Interesse angewandt. Entsprechende Botschaften würden unter anderen Umständen möglicherweise gelöscht.

Twitter hatte dieses Verfahren erstmals im vergangenen Monat bei einem als gewaltverherrlichend eingestuften Tweet von Trump angewandt. Der Republikaner ruderte daraufhin zurück. Er hat eine weitere Entscheidung des Textdienstes kritisiert, zwei seiner Beiträge mit Warnhinweisen zu falscher Faktendarstellung zu markieren. In der Folge versucht die US-Regierung, gewisse Schutzmaßnahmen für soziale Medien in den USA abzuschwächen. Twitter ist eines der wichtigsten Sprachrohre Trumps. Mehr als 80 Millionen Nutzer folgen ihm auf seinem Kanal.

Quelle: ntv.de, bad/rts