"Übernehmt eure Institutionen"Trump an Iraner: "Hilfe ist auf dem Weg"

Die Proteste im Iran haben sich zu Massendemonstrationen ausgeweitet. Hunderte Demonstranten sind nach Angaben von Aktivisten bereits getötet worden. US-Präsident Trump sendet nun eine Botschaft an die Demonstrierenden.
US-Präsident Donald Trump hat die Menschen im Iran dazu angehalten, mit ihren Protesten fortzufahren. "Iranische Patrioten, protestiert weiter, übernehmt eure Institutionen", erklärte er auf Truth Social. Er forderte die Menschen dazu auf, "die Namen der Mörder und Täter zu sichern". Diese würden einen "großen Preis" bezahlen.
Er habe alle Treffen mit iranischen Offiziellen abgesagt, so Trump weiter, bis das "sinnlose Töten von Demonstranten" ein Ende habe. "Hilfe ist auf dem Weg", schreibt Trump, der bereits ein militärisches Eingreifen in Aussicht gestellt habe, sollte das Mullah-Regime sich an den Demonstrierenden vergreifen. Details dazu sind noch unklar.
Europäer fahren diplomatischen Druck hoch
Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iranerinnen und Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich inzwischen zu einem landesweiten Aufstand entwickelt. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte. Hunderte Demonstranten sind nach Angaben von Aktivisten bereits getötet worden. Es sind die schwersten Proteste im Iran seit Jahren.
Angesicht der Gewalt gegen Protestierende im Iran haben Frankreich und Großbritannien indes den jeweiligen iranischen Botschafter einbestellt. Die französische Regierung verurteile mit diesem Schritt die "Staatsgewalt, die blindlings gegen friedliche Demonstranten ausgeübt wird", sagte Außenminister Jean-Noël Barrot vor den Abgeordneten der Nationalversammlung in Paris.
Das Auswärtige Amt in Berlin folgte dem Schritt. Auf X teilte es mit: Das brutale Vorgehen des iranischen Regimes gegen seine eigene Bevölkerung ist schockierend. Wir fordern Iran nachdrücklich auf, die Gewalt gegen die eigenen Bürgerinnen und Bürger zu beenden und ihre Rechte zu achten." Der iranische Botschafter sei ins Auswärtige Amt einbestellt worden.