Politik

"Marionette" Chinas Trump attackiert erneut WHO

Mitte April platzt US-Präsident Trump der Kragen: Inmitten der Coronavirus-Pandemie legt er die Beitragszahlungen seines Landes an die Weltgesundheitsorganisation auf Eis – und erhebt schwere Vorwürfe. Nun legt Trump nach und "bedankt" sich auch bei China.

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise erneut scharfe Worte gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerichtet. "Sie sind eine Marionette von China. Sie sind China-zentriert, um es freundlicher auszudrücken", sagte Trump. Die Organisation habe in der letzten Zeit einen "sehr traurigen Job" gemacht.

Er habe zur WHO-Jahresversammlung, die am Montag stattgefunden hatte, keine Erklärung abgeben wollen, sagte Trump auf eine entsprechende Frage einer Reporterin hin. Stattdessen werde er sich «irgendwann in naher Zukunft» dazu äußern.

"Ein wunderbares Geschenk"

Trump hatte Mitte April verkündet, US-Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation auf Eis zu legen, was international Kritik auslöste. Er wirft der WHO schwere Versäumnisse in der Coronavirus-Krise vor und hat die Organisation mitverantwortlich für die vielen Toten gemacht. Am Wochenende deutete Trump an, dass die Zahlungen wieder aufgenommen werden könnten, allerdings in drastisch gekürzter Form.

Auch China ging Trump erneut an. Das Land sollte für die Ausbreitung des Coronavirus zur Rechenschaft gezogen, fordert er. China habe der Welt schwer geschadet. "China hat uns ein wunderbares Geschenk gemacht", sagte Trump zynisch. "Die ganze Welt wurde infiziert."

Quelle: ntv.de, bad/dpa