Politik

Regierungsbildung stockt Trump bittet Obama-Leute noch zu bleiben

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Mit vielen seiner Kandidaten für ranghohe Regierungsposten stößt Donald Trump im Senat auf Widerstand.

(Foto: AP)

Am Freitag übernimmt Donald Trump die Regierung der Vereinigten Staaten - allerdings ohne einen eigenen Außenminister. Der als Minister nominierte Rex Tillerson wartet noch auf seine Bestätigung. Dutzende Spitzenposten kann Trump vorerst nicht besetzen.

Der künftige US-Präsident Donald Trump will mehrere Dutzend Mitarbeiter seines Vorgängers Barack Obama in Schlüsselpositionen belassen. Zu den rund 50 Spitzenleuten gehörten der Beauftragte für die Anti-IS-Koalition Brett McGurk sowie der stellvertretende Verteidigungsminister Robert Work, teilte Trumps Sprecher Sean Spicer mit.

Auch der Leiter der nationalen Anti-Terror-Behörde, Nick Rasmussen, solle zunächst im Amt bleiben, so Spicer. Hintergrund sind Trumps Schwierigkeiten, seine Team für die zahlreichenden neu zu besetzenden Regierungsposten aufzustellen und die Anhörungen der Kandidaten im Senat rechtzeitig abzuschließen. Trump soll Freitagmittag den Amtseid ablegen und die Regierungsgeschäfte übernehmen.

Unter anderem wird wohl die Außenpolitik der Vereinigten Staaten für eine Übergangszeit vom amtierenden Staatssekretär Thomas Shannon geleitet. Es sei anzunehmen, dass der Senat bis Freitagmittag nicht den designierten neuen Außenminister der Trump-Administration, Rex Tillerson, bestätigt haben wird, hieß es im Außenministerium. Bis zu Tillersons Bestätigung werde Shannon als amtierender Außenminister fungieren.

Ob der Karrierediplomat Shannon auch an der Syrien-Konferenz am Montag in der kasachischen Haupstadt Astana teilnehmen wird, ist unklar. Auf die Frage, ob die USA an den Gesprächen teilnehmen würden, sagte Spicer lediglich, dass es dazu bald ein Update geben werde. Das Treffen in Kasachstan findet auf Betreiben Russlands, der Türkei und des Irans statt. Beide Länder hatten die USA eingeladen, teilzunehmen.

Quelle: n-tv.de, mbo/rts/dpa

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