Politik

US-Angriff nochmal abgewendet?Trump dankt Iran für Absage "aller geplanten Hinrichtungen"

16.01.2026, 21:52 Uhr
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Die iranischen Behörden gehen brutal gegen die Demonstrierenden vor. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Donald Trump hat der iranischen Führung nach Gewalt gegen regierungskritische Proteste zuletzt mit einem US-Militärschlag gedroht. Das Regime habe laut US-Präsident eingelenkt und angeblich "mehr als 800 Hinrichtungen" abgesagt.

US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung seinen Dank ausgesprochen für die Absage von geplanten Hinrichtungen von Demonstranten, die bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste festgenommen worden waren. "Ich habe großen Respekt vor der Tatsache, dass alle geplanten Hinrichtungen durch den Strick, die gestern stattfinden sollten (mehr als 800), durch die Führung des Iran abgesagt worden sind", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social und schloss mit einem "Danke!".

Der US-Präsident hatte in den vergangenen zwei Wochen wiederholt mit einem militärischen Eingreifen im Iran gedroht, um den Demonstranten zu Hilfe zu kommen. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden bei den Protesten tausende Demonstranten durch iranische Sicherheitskräfte getötet.

Aktuell hält Trump sich mit einer militärischen Intervention zurück. Am Mittwoch sagte er, er habe aus "zuverlässiger Quelle" erfahren, dass "die Tötungen im Iran aufhören".

Trump: "Habe mich selbst überzeugt"

Trump wies auch Äußerungen aus der Golfregion zurück, wonach Saudi-Arabien, Katar und Oman ihm einen Angriff auf den Iran ausgeredet hätten. Es sei das Vorgehen des Iran gewesen, das ihn beeinflusst habe, sagte Trump vor Journalisten.

"Niemand hat mich überzeugt - ich habe mich selbst überzeugt", beteuerte der US-Präsident. "Sie haben niemanden gehenkt. Sie haben die Hinrichtungen abgesagt. Das hatte einen großen Einfluss."

Die Proteste im Iran hatten Ende Dezember begonnen. Sie entzündeten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage, weiteten sich dann aber rasch zu einer Massenbewegung gegen die religiöse und politische Führung der Islamischen Republik aus. Die Behörden gehen brutal gegen die Demonstrierenden vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden bereits tausende Menschen getötet und mehr als 10.000 Demonstranten festgenommen.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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