Krieg in wenigen Tagen zu Ende?Trump deutet zwei Optionen für das weitere Vorgehen an

Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran und den Gegenschlägen durch Teheran ist offen, inwiefern der Konflikt weiter eskaliert. Donald Trump hält anscheinend ein schnelles Ende für möglich. Er erwägt aber auch eine andere Option.
US-Präsident Donald Trump hat verschiedene Szenarien für das weitere Vorgehen im Iran dargelegt. "Ich kann aufs Ganze gehen und die komplette Sache übernehmen, oder es in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: "Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, falls ihr anfangt, (eure Atom- und Raketenprogramme) wieder aufzubauen", sagte er einem Telefoninterview des US-Nachrichtenportals Axios. "Auf jeden Fall wird es mehrere Jahre dauern, bis sie sich von diesem Angriff erholt haben", sagte Trump demnach.
US-Regierungsmitarbeiter sprachen laut US-Fernsehsender CNN von einer Operation, die über Tage oder Wochen andauern könne. Die "Jerusalem Post" meldete unter Berufung auf Regierungsvertreter aus Israel und den USA, dass die Angriffe auf den Iran mindestens eine Woche dauern würden.
Der Iran-Experte Ali Vaez der Denkfabrik Crisis Group schrieb auf X, Vergeltungsmaßnahmen des Iran würden wahrscheinlich nicht nur direkt, sondern asymmetrisch erfolgen und möglicherweise mehrere Fronten gleichzeitig entfachen. "Wenn die Hisbollah aus dem Libanon heraus voll einsteigt, wenn Milizen US-Stützpunkte im Irak und in Syrien angreifen oder wenn die Huthi im Roten Meer eskalieren, ist dies kein bilateraler Konflikt mehr, sondern ein regionaler Krieg, der sich über den gesamten Nahen Osten ausbreitet", so Vaez.
Am Samstagmorgen hatten Israel und die Vereinigten Staaten den Iran angegriffen. In der Folge attackierte die Führung in Teheran mehrere US-Militärstützpunkte in der Region. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. Präsident Trump teilte mit, der iranische Staatschef Ali Chamenei sei tot. Nach Angaben der israelischen Armee sind auch der Anführer der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie der Generalsekretär des Verteidigungsrates, Ali Schamchani, getötet worden. Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh soll ebenfalls nicht mehr am Leben sein.
Den Angriffen waren wochenlange Verhandlungen unter Vermittlung des Omans vorangegangen, unter anderem über das iranische Atomprogramm. Greifbare Fortschritte fehlten bis zuletzt.