Politik

Reaktion auf Giftgasangriff Trump dringt auf härteren Schlag als Mattis

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Rauchwolken steigen nach Luftangriffen der Regierungskräfte auf die Stadt Duma im Osten von Damaskus über den Häusern auf.

(Foto: picture alliance / Uncredited/Sy)

US-Präsident Trump ist angeblich mit der bisher zurückhaltenden Antwort auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien unzufrieden. Mit einem möglichen Militärschlag wolle er demnach nicht nur die syrische Regierung treffen, sondern auch Russland und den Iran.

US-Präsident Donald Trump drängt seine Militärberater nach einem Bericht des "Wall Street Journal" zu einem deutlich härteren Schlag gegen Syrien als von diesen zunächst vorgesehen. Unter Berufung auf mehrere Quellen in der Regierung schrieb die Zeitung Trump sei mit den ihm bisher präsentierten eher zurückhaltenden Optionen nicht zufrieden. Trump habe sich in Treffen mit Verteidigungsminister James Mattis dafür stark gemacht, mit einem Militärschlag nicht nur die syrische Regierung zu treffen, sondern auch Russland und den Iran "bezahlen zu lassen".

Hintergrund ist ein mutmaßlicher Giftgasangriff in der damals noch von Rebellen kontrollierten Stadt Duma mit Dutzenden Toten. Die USA machen die syrische Regierung dafür verantwortlich und drohen mit einem Militärschlag. Russland spricht dagegen von einer Inszenierung und weist den Vorwurf ebenso zurück wie Syrien.

Das "Wall Street Journal" schrieb, das US-Militär habe bereits mehrere Zeitfenster für einen Angriff vorbereitet gehabt, unter anderem eines in der Nacht zum Freitag. Mattis habe diese aus der Sorge abgesagt, alles andere als ein vorwiegend symbolischer Angriff berge das Risiko einer erheblichen Eskalation vor allem mit Russland. Moskau agiert als Syriens Schutzmacht.

Dem Bericht zufolge setzt sich auch Trumps neuer Sicherheitsberater John Bolton für ein härteres Zuschlagen in Syrien ein als das Pentagon. Bolton, der vor kurzem den eher gemäßigten Herbert Raymond McMaster abgelöst hatte, sei für einen "verheerenden Schlag" gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad und dessen Infrastruktur.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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