Bei Annäherung an UranTrump droht Iran: "Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen"
Der US-Präsident sieht das Ende des Nahost-Konflikts näher kommen. Die USA hätten ihre Hauptziele im Iran nahezu erreicht. Gleichzeitig droht Donald Trump mit neuen "extrem harten" Angriffen auf Energieanlagen.
"Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan", sagte Donald Trump in einer Rede an die Nation. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört und die Raketen des Landes so gut wie aufgebraucht oder unbrauchbar, erklärte Trump im Weißen Haus. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele zu erreichen.
"Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden", sagte Trump zum Nahost-Krieg. Er werde nie erlauben, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Das Land werde innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen hart getroffen werden, kündigte er an. "Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören", fügte er hinzu und drohte erneut mit Angriffen auf iranische Energieanlagen. In der Zwischenzeit gingen die Gespräche mit dem Iran weiter, beteuerte Trump.
Die USA haben seit Beginn der Kampfhandlungen diverse Angaben zu ihren Kriegszielen gemacht. Trump behauptete schon kurz nach Kriegsbeginn, dass diese Ziele beinahe erreicht seien. Der Iran wies dies zurück. Teheran beteuerte, mit seinem Atomprogramm angeblich nicht nach Atomwaffen zu streben.
Trump spielte die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans herunter. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagte er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie "sehr hart" mit Raketen getroffen werden, sagte. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.
Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von "nuklearem Staub" - einen Begriff, den er bereits zuvor für Irans Uran-Vorrat genutzt hatte. Der US-Präsident hatte seit Beginn des Krieges vor mehr als einem Monat auch schon mehrfach erklärt, dass der Krieg fast vorbei sei - die US-Militärpräsenz in der Region baute er dennoch weiter aus.
Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Das "Wall Street Journal" etwa hatte jüngst unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich ein Militäreinsatz zur Bergung des Urans für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.
"Kauft Öl von den Vereinigten Staaten"
Den Verbündeten der USA in der Golfregion sicherte der US-Präsident weiter die Unterstützung seines Landes zu. "Wir werden nicht zulassen, dass ihnen in irgendeiner Weise Schaden zugefügt wird oder sie scheitern", sagte Trump und nannte dabei namentlich Israel, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain.
Länder, die Öl über die Straße von Hormus beziehen, forderte Trump zudem erneut auf, "Mut" zu zeigen und die wichtige Meerenge zu sichern. "Nehmt sie euch einfach, schützt sie, nutzt sie für euch selbst", sagte Trump mit Blick auf die Seestraße. Die USA sieht Trump nicht in der Hauptverantwortung, man werde aber helfen. "Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel", sagte Trump in Washington.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Krieges wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, auf mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Region.
