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"Sehr bedauerlich für die Welt" Trump droht Nordkorea mit "Phase zwei"

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Trump: "Bin der erfolgreichste Präsident der Geschichte".

(Foto: imago/ZUMA Press)

Vor der CPAC kündigt US-Präsident Trump neue Sanktionen gegen Nordkorea an. Bei der Konferenz der US-Konservativen warten politische Beobachter vergeblich auf mehr Details. Sie kommen erst danach und klingen bedrohlich.

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Eskalation für den Fall in den Raum gestellt, dass die Sanktionen gegen Nordkorea nichts ändern. "Wir werden sehen", sagte Trump vor Medien im Weißen Haus. "Wenn die Sanktionen nicht funktionieren, müssen wir Phase zwei beginnen. Phase zwei wird eine sehr raue Angelegenheit werden. Das könnte sehr, sehr bedauerlich für die Welt sein." Er denke aber nicht, dass er diese Karte spielen wolle, sagte Trump in einer Pressekonferenz mit Australiens Premier Malcolm Turnbull.

In einem ersten Schritt würden die USA aber nun die Maßnahmen gegen Nordkorea drastisch verschärfen. "Heute gebe ich bekannt, dass wir das größte Maß an neuen Sanktionen gegen das Regime in Nordkorea verhängen, das es je gegeben hat", hatte Trump zuvor erklärt. Das US-Finanzministerium werde bald Maßnahmen ergreifen, um Einnahmequellen trockenzulegen, die Nordkorea für sein Atomprogramm und das Militär nutze. Die Sanktionen richteten sich gegen mehr als 50 Reedereien, Schiffe und Handelsfirmen, welche die Regierung in Pjöngjang darin unterstützten, bisherige Strafmaßnahmen zu umgehen.

Rundumschlag vor CPAC

Vor dem Treffen mit Turnbull spannte Trump bei seiner Rede in der CPAC-Halle politische Beobachter, die auf mehr Details zu den angekündigten Nordkorea-Sanktionen warteten, lange auf die Folter. Der 71-Jährige nutzte seinen Auftritt stattdessen zu einer überwiegend freihändigen Tour durch einen breiten Mix an Themen. Einmal mehr griff er seinen Amtsvorgänger Barack Obama an, ebenso die Medien und die Demokratin Hillary Clinton.

Wie bei einem Wahlkampfauftritt streifte Trump in einer Art Greatest-Hits-Präsentation Themen wie eine Mauer zu Mexiko, Kohlebergbau, den Iran-Deal, Glauben oder Kriminalität. Außerdem trug der Präsident neuerlich in voller Länge das Gedicht "Die Schlange" vor. Während des Wahlkampfs hatte er es oft zitiert, um vor syrischen Flüchtlingen zu warnen.

"Ich glaube das wirklich"

Im Rahmen seiner 75-minütigen Ansprache erklärte er auch, dass er sich nach seinem ersten Amtsjahr als erfolgreichsten Präsidenten der US-Geschichte sieht. "Ich glaube das wirklich", sagte Trump vor den CPAC-Teilnehmern. "In der Geschichte der Präsidentschaft hat noch kein Präsident in seiner gesamten Amtszeit so viele Regulierungen abgeschafft wie ich im ersten Jahr", sagte er.

Beiläufig erwähnte Trump, dass bei den im November anstehenden Kongresswahlen mit Verlusten der Republikaner zu rechnen sei. Wenn Teile des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus gewählt werden, verliere die Regierungspartie meistens. "Niemand ist in der Lage, das zu erklären. Es passiert einfach", sagte Trump. Die CPAC ist eine stramm konservative, rechte Vereinigung. Sie trifft sich einmal im Jahr.

Quelle: n-tv.de, mmo/uzh/dpa

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