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Topkandidat lehnt ab Trump findet keinen Bankenaufseher

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Donald Trump ist kein Freund der strengen Bankenaufsicht, die nach der Finanzkrise eingeführt wurde. Umso wichtiger ist, wer für die US-Notenbank die Wall Street beaufsichtigt. Der nicht unumstrittene Favorit auf den Posten will den Job nicht.

US-Präsident Donald Trump hat auf der Suche nach einem neuen Chefaufseher der Notenbank Federal Reserve für die Wall Street eine Absage kassiert. David Nason, Manager von General Electric, habe dem Präsidialamt mitgeteilt, dass er nicht länger als Kandidat berücksichtigt werden wolle, teilte der Mischkonzern mit. Nason wolle sich weiter bei GE betätigen.

Nason galt als Favorit für den Fed-Posten. Er wäre damit für die Überwachung führender Banken verantwortlich. Diese Rolle ist zentral für Trumps Pläne, will er die Aufsicht doch wieder lockern. Die USA hatten sie nach der Finanzkrise 2008 verschärft.

Allerdings sind sich die verschiedenen Flügel in Trumps eigener Partei über das genaue Vorgehen nicht einig. So gibt es unter den konservativen Republikanern im Kongress Widerstand gegen Nason. Sie nehmen Anstoß daran, dass dieser in seiner früheren Funktion als Vizefinanzminister nach der Finanzkrise die Rettung von Banken mit Steuergeldern vorangetrieben hatte. Außerdem werfen sie ihm vor, dass er sich hinter das Dodd-Frank-Gesetz gestellt hatte. Dieses ist der Kern der US-Bankenreform, mit dem eine erneute Finanzkrise verhindert werden sollte und das Trump auf dem Prüfstand stellen will.

Als weiterer Kandidat für den Posten gilt nach Angaben von Insidern noch der Harvard-Jura-Professor Hal Scott. Er soll die aktuelle Finanzmarktregulierung sehr kritisch sehen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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