Politik

"Hatte fast null Unterstützung" Trump freut sich auf "Traumgegnerin" Harris

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Geht optimistisch in das Duell mit "Sleepy Joe" und "Phony Kamala": Donald Trump.

(Foto: ZUMAPRESS.com)

Auf seine neue politische Gegnerin reagiert Donald Trump wie gewohnt mit scharfen persönlichen Angriffen. Erst verpasst er Kamala Harris einen Spitznamen, später wird sie zur "Traumgegnerin" - allerdings vorwiegend aufgrund ihrer für Trump offensichtlichen Schwäche.

US-Präsident Donald Trump hat die designierte Kandidatin der Demokraten für das Amt der Vizepräsidentin, Kamala Harris, als Traumgegnerin bezeichnet. Harris' Bewerbung um die Kandidatur für das Präsidentenamt ihrer Partei sei "schwach" zu Ende gegangen und sie habe zum Schluss "fast null Unterstützung" gehabt, schrieb der Republikaner auf Twitter. "Das ist die Art Gegnerin, von der jeder träumt", schrieb Trump weiter.

Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hatte am Dienstag angekündigt, mit Harris als Kandidatin für den Vizeposten anzutreten. Harris hatte sich in den Vorwahlen selbst um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei beworben, Biden setzte sich aber letztlich durch. Biden und Harris sollen kommende Woche bei einem Parteitag offiziell als das Team der Partei bestätigt werden, das Amtsinhaber Trump am 3. November herausfordern wird.

Bereits nach der Verkündung hatte Trump auf Twitter reagiert und der 55-Jährigen gleich einen Spitznamen verpasst. "Phony Kamala" ("Verlogene Kamala") nannte Trump die Demokratin und verwies auf Falschaussagen der Senatorin. "Sie hat Dinge gesagt, die nicht wahr waren", sagte Trump, ohne genauer darauf einzugehen. Harris wolle die Steuern erhöhen, die Militärausgaben senken und sei gegen die Erdgas-Förderung per Fracking, zählte er auf. Das alles sind Ansichten, mit denen Trump versuchen könnte, seine republikanische Kern-Wählerschaft gegen Harris zu mobilisieren.

Mit Blick auf die Wahl und den Parteitag der Republikaner betonte Trump, dass er in seiner Partei 96 Prozent Zustimmung genieße und in den meisten Swing States vorne liege. Der amtierende US-Präsident ist sich sogar sicher, dass er selbst die Wählergruppe der "Vorstadthausfrauen" überzeugen könne. "Sie lieben mich", schrieb er auf Twitter. "Sie wollen Sicherheit und sind begeistert, dass ich ein Programm beendet habe, durch das Geringverdiener in ihre Nachbarschaft eindringen." Biden würde dieses Programm "in noch größerer Form" wieder einführen wollen, schrieb Trump.

Quelle: ntv.de, mba/dpa