Politik
Im Nahost-Konflikt droht US-Präsident Trump den Palöstinensern.
Im Nahost-Konflikt droht US-Präsident Trump den Palöstinensern.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 03. Januar 2018

Jerusalem und Nahost-Frieden: Trump greift Palästinenser verbal an

US-Präsident Trump legt in seiner Kritik an Pakistan nach. Gleichzeitig droht er nun indirekt auch den Palästinensern. Die wollen nach dem Alleingang der USA in der Jerusalem-Frage, Washington bei etwaigen Friedensgesprächen mit Israel nicht mehr als Vermittler.

US-Präsident Donald Trump hat indirekt mit einem Stopp von Hilfszahlungen an die Palästinenser gedroht, wenn sie nicht zu Friedensverhandlungen mit Israel bereit sind. "Es ist nicht nur Pakistan, dem wir Milliarden Dollar für nichts zahlen, sondern es sind viele andere Länder, und andere", twitterte Trump. 

"Zum Beispiel zahlen wir den Palästinensern HUNDERTE MILLIONEN VON DOLLAR im Jahr und erhalten weder Anerkennung noch Respekt. Sie wollen nicht einmal über einen lange überfälligen Friedensvertrag mit Israel verhandeln. (...) Aber wenn die Palästinenser nicht mehr bereit sind, über Frieden zu sprechen, warum sollten wir in der Zukunft irgendwelche dieser massiven Zahlungen an sie leisten?"

Die Palästinenser hatten mit Zorn auf die jüngste Trump-Entscheidung reagiert, in einem internationalen Alleingang Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Sie wollen die USA nicht mehr als Vermittler bei etwaigen Friedensverhandlungen akzeptieren.   

Mit seinem Tweet setzte Trump auch seine Kritik an Pakistan fort. Bereits Neujahr hatte er ihnen vorgehalten, die USA hätten dem Land über einen Zeitraum von 15 Jahren mehr als 33 Milliarden US-Dollar Hilfe zukommen lassen, als Gegenleistung aber nichts als "Lügen und Betrug" erhalten. Trump wirft Pakistan vor, radikalislamischen Taliban aus dem Nachbarland Afghanistan Unterschlupf zu gewähren.

Quelle: n-tv.de