Politik

"Freund und Verbündeter" der USA Trump kondoliert Deutschland zu Kohls Tod

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Nachzügler: Bevor sich Trump äußerte, hatten schon seine Vorgänger Clinton und George H.W. Bush sich zu Kohls Tod geäußert.

AP

Als in Deutschland der ehemalige Kanzler Helmut Kohl stirbt, ist der amtierende US-Präsident zunächst mit anderen Dingen beschäftigt. Doch auch er lässt es sich nicht nehmen, die Verdienste Kohls unter anderem für das transatlantische Verhältnis zu würdigen.

Deutlich später als viele andere amtierende und ehemalige Staats- und Regierungschefs in aller Welt hat nun auch US-Präsident Donald Trump auf den Tod von Altkanzler Helmut Kohl reagiert und kondoliert. "Kanzler Kohl war den Vereinigten Staaten ein Freund und Verbündeter, während er die Bundesrepublik Deutschland durch 16 entscheidende Jahre führte", hieß es in einer Mitteilung vom Weißen Haus.

"Im Namen des amerikanischen Volkes spreche ich dem deutschen Volk, der Familie und den Angehörigen des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl mein tiefstes Beileid aus", sagte Trump der Mitteilung zufolge. Kohl sei nicht nur der Vater der deutschen Wiedervereinigung gewesen, sondern auch ein Verfechter für Europa und das transatlantische Verhältnis, hieß es weiter. Die Welt habe von Kohls Weitblick und seinen Anstrengungen profitiert. "Sein Vermächtnis wird weiterleben."

Zuvor hatte Trump während einer Rede in Miami zur Kuba-Politik Kohl mit keiner Silbe erwähnt. Er hatte sich allerdings zu anderen Aspekten und Themen geäußert: Etwa zur Heimkehr des 17 Monate in Nordkorea festgehaltenen Studenten Otto Warmbier und zur Genesung des angeschossenen Kongressabgeordneten Steve Scalise. Vor Trump hatten bereits die ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und George H.W. Bush Kohls politische Leistungen gewürdigt.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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