Politik

Teheran widerspricht WashingtonTrump lässt sich über "zusammenbrechenden" Iran aus

22.04.2026, 11:18 Uhr
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Teheran verliere jeden Tag Hunderte Millionen Dollar, so der US-Präsident. (Foto: picture alliance / abaca)

Dem Iran gehen die finanziellen Mittel aus. Das behauptet zumindest der US-Präsident und spricht von einer nach Geld hungernden Republik. Doch aus Teheran kommen ganz andere Töne.

Laut US-Präsident Donald Trump steht der Iran wegen der fortdauernden Schließung der Straße von Hormus kurz vor dem finanziellen Kollaps. "Der Iran bricht finanziell zusammen!", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Islamische Republik "hungert nach Geld".

Dem US-Präsidenten zufolge wolle Teheran eigentlich, dass die strategisch wichtige Meerenge "sofort geöffnet wird". Die Islamische Republik habe allerdings erklärt, die Straße von Hormus weiter zu blockieren, weil sie damit "ihr Gesicht wahren" könne, führte Trump weiter aus. Das Land verliert seinen Angaben zufolge täglich 500 Millionen Dollar. "Militär und Polizei beklagen, dass sie kein Gehalt erhalten", behauptet Trump.

Der iranische Landwirtschaftsminister stellte die Situation dagegen anders dar. "Trotz der US-Seeblockade haben wir keine Probleme mit der Versorgung mit Grundgütern und Nahrungsmitteln", erklärte Landwirtschaftsminister Gholamresa Nuri am Dienstag der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Aufgrund der Größe des Irans seien "Importe über verschiedene Grenzen möglich". Zudem würden "etwa 85 Prozent der landwirtschaftlichen Produkte und Grundgüter" im Inland produziert, erklärte Nuri.

Der Iran hatte die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen verläuft, zu Beginn der Angriffe der USA und Israels Ende Februar de facto gesperrt. Nach einer zwischenzeitlichen Öffnung für einen Tag schloss Teheran die Meerenge am Wochenende wieder. Die US-Marine blockiert ihrerseits iranische Häfen. Die Sperrung hat zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise geführt.

Eine eigentlich auslaufende Waffenruhe hatte der US-Präsident einseitig verlängert. Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreitet habe, hatte er auf Truth Social mit.

Quelle: ntv.de, lme/AFP

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