Politik

Kriegsende in Reichweite?Trump macht seltsame Andeutungen über Gespräche mit "Top-Person"

23.03.2026, 16:03 Uhr
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Wie viel wirklich hinter den Aussagen Trumps steckt, bleibt abzuwarten. (Foto: AP)

Iran solle sein Uran aufgeben, fordern die USA. Bislang macht Teheran aber keine Anstalten, dem nachzukommen. Nun gibt es angeblich Fortschritte in den Gesprächen. Die führt Washington aber anscheinend nicht mit dem Obersten Führer des Landes.

US-Präsident Donald Trump sieht eine Einigung mit dem Iran über ein mögliches Kriegsende in Reichweite. Er sagte in Palm Beach im Bundesstaat Florida, es gebe "wesentliche Übereinstimmungen" in den wiederaufgenommenen Gesprächen mit Teheran. Zur Bedingung machte Trump, dass der Iran sein Atomprogramm sowie sein angereichertes Uran aufgibt. Im Falle eines "Deals" würden die USA sich das Uran holen, erklärte er. In der Vergangenheit hatte der Iran stets beteuert, nicht auf die Anreicherung von Uran verzichten zu wollen.

Trump sagte weiter, die USA verhandelten mit einer "Top-Person" im Iran. Dabei handele es sich jedoch nicht um den Obersten Führer der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei. Die Gespräche würden mit einem Mann geführt, "von dem ich glaube, dass er der angesehenste und der Führer ist", sagte der US-Präsident. Es werde eine "sehr ernsthafte Form eines Regimewechsels" geben, fügte er hinzu, ohne Namen zu nennen.

Einem Axios-Bericht zufolge verhandeln die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushne mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Baker Kalibaf. Das teilte ein Reporter des US-Nachrichtenportals auf der Plattform X mit. Ein israelischer Insider sagte demnach, die in dem Krieg vermittelnden Länder versuchten, noch in dieser Woche ein Treffen zwischen Kalibaf, Witkoff, Kushner sowie US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad einzuberufen.

Ghalibaf hat die Angaben von Trump zurückgewiesen. Es gebe "keine Verhandlungen" mit den USA, erklärte der Parlamentspräsident bei X. Es würden "Falschmeldungen genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind."

Kurz vor Ablauf eines Ultimatums an den Iran hatte Trump zuvor Pläne für US-Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage aufgeschoben. "Die Dinge laufen sehr gut", sagte der US-Präsident zu den Gesprächen mit Teheran. Obwohl iranische Medien Verhandlungen mit den USA dementierten, sank der Ölpreis deutlich, die US-Börse öffnete im Plus.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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