Politik

Pornostar scheitert mit Antrag Trump muss vorerst nicht aussagen

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Der Streit zwischen Erotikdarstellerin Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" und Donald Trump geht in die nächste Runde: Ein kalifornisches Gericht bewahrt den US-Präsidenten vor einer Aussage zu der peinlichen Affäre - zumindest vorläufig.

Ein Richter in Los Angeles hat den Antrag der Pornodarstellerin Stormy Daniels, die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, vorerst abgewiesen, eine Aussage von US-Präsident Donald Trump vor Gericht zu erzwingen. Der zuständige Richter urteilte, der Antrag sei "verfrüht" gewesen, weil Trump und sein Anwalt Michael Cohen noch nicht auf einen vorangegangenen Antrag von Clifford reagiert hätten. Ihr Anwalt Michael Avenatti erklärte, er werde die Aussage nochmals beantragen, sobald die Antwort vorliege.

Clifford will die Frage klären, ob Trump von einer Schweigevereinbarung hinsichtlich ihrer angeblichen Affäre mit ihm wusste. Ihr Anwalt Avenatti schrieb bei Twitter, er gehe davon aus, dass Trump und Cohen beantragen wollten, dass der Fall in einem privaten Schlichtungsverfahren geregelt werde, "um die Fakten vor der Öffentlichkeit zu verstecken".

Die Schauspielerin hatte die Stillhaltevereinbarung kurz vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 unterzeichnet. Sie will erreichen, dass das Gericht die Vereinbarung für nichtig erklärt und beantragte dies bei dem Gericht in Los Angeles. Avenatti führt als Argument an, dass die Vereinbarung nicht von Trump selbst, sondern von Cohen unterzeichnet worden war. Am Dienstag reichte Avenatti den zweiten Antrag ein, in dem er verlangte, dass Trump und Cohen zwei Stunden lang aussagen sollten.

Trump selbst bleibt zurückhaltend

Der Pornostar erhebt den Vorwurf, unter massivem Druck zum Stillhalten gebracht worden zu sein. In einem TV-Interview berichtete sie am Sonntag vergangener Woche sogar von Androhung physischer Gewalt durch einen unbekannten Mann. Mit dem Interview setzte sich Clifford bereits über die Schweigevereinbarung hinweg. Nach eigener Schilderung hatte sie im Jahr 2006 Sex mit Trump. Das Weiße Haus dementiert dies. Der Präsident selber hat sich mit Stellungnahmen zu Cliffords Vorwürfen und Schilderungen jedoch zurückgehalten.

Im Rahmen der Schweigevereinbarung hatte die Pornoschauspielerin und -regisseurin eine Zahlung von 130.000 Dollar (105.000 Euro) erhalten, die sie nun zurückzuzahlen bereit ist. Cohen gab die Zahlung im Februar zu, äußerte sich jedoch nicht zu deren Grund. Die Summe will er aus eigener Tasche bezahlt haben. Der Anwalt äußerte sich auch nicht dazu, ob Trump seinerzeit von der Zahlung wusste.

Quelle: ntv.de, lou/AFP