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Alibaba-Aktien auf Talfahrt Trump plant Börsen-Aus für Chinas Firmen

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China bereitet sich auf seine Jubiläumsfeiern am 1. Oktober vor. Die neuesten Handelskriegspläne dürften nicht als Liebesgrüße aus Washington verstanden werden.

(Foto: REUTERS)

Im Handelskrieg zwischen den USA und China fährt Washington neues schweres Geschütz auf: Insider berichten, dass die US-Regierung daran arbeitet, chinesische Firmen an den US-Börsen zu blockieren. Wie so ein "Delisting" aussehen wird, ist noch unklar. Trotzdem gehen chinesische Aktien auf Talfahrt.

Die US-Regierung denkt Insidern zufolge darüber nach, die Börsennotierung chinesischer Firmen in den USA einzustellen. Ein solcher Schritt wäre Teil von Bemühungen im größeren Stil, chinesische Investitionen in den USA einzuschränken, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person zu Reuters. Derartigen Maßnahmen dürften den Handelsstreit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten kräftig anheizen.

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Ebenfalls unter Berufung auf Insider berichtete die Agentur Bloomberg, die genauen Mechanismen zum sogenannten Delisting der Unternehmen müssten noch ausgearbeitet werden. US-Präsident Donald Trump müsse das Vorhaben am Ende absegnen. Allerdings habe er bereits grünes Licht für Diskussionen über das Thema gegeben. Die Informationen sorgten an der New Yorker Börse für Aufruhr. Aktien von chinesischen Firmen wie den Internetriesen Alibaba und JD.com sowie der Suchmaschine Baidu gingen auf Talfahrt.

Ein US-Regierungsvertreter sagte, dass Trumps Team zudem über Möglichkeiten berate, den Geldfluss von US-Portfolios nach China zu begrenzen. Beim US-Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die USA und China stecken seit längerem in einem Handelsstreit. Die USA werfen China unfaire Handelspraktiken vor und haben deshalb Zölle auf chinesische Importe verhängt. China hat mit Gegenzöllen reagiert. Das belastet weltweit die Wirtschaft und hält die Börsen in Atem. Die Handelsgespräche zwischen den USA und China sollen einem Bericht von CNBC zufolge am 10. Oktober wieder aufgenommen werden.

Quelle: n-tv.de, mau/rts

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