Politik

Leben in den USAUS-Regierung schränkt Zugang zur Green Card ein

23.05.2026, 10:32 Uhr
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Laut einem Bericht der "Washington Post" vergeben die USA jährlich mehr als eine Million dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Wer in den USA arbeitet, dort Familienmitglieder hat oder wegen Verfolgung in die USA flüchtet, kann eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Künftig soll das aber nur noch aus dem Ausland möglich sein. Die Trump-Regierung will damit die Arbeit der Einwanderungsbehörde erleichtern.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erschwert den Zugang zu der sogenannten Green Card, die einen unbefristeten Aufenthalt in den USA ermöglicht. Bewerber müssen sie künftig aus dem Ausland beantragen und dürfen sich in den meisten Fällen nicht bereits in den USA aufhalten, wie die zuständige Einwanderungsbehörde USCIS am Freitag mitteilte.

"Fortan muss ein Ausländer, der sich vorübergehend in den USA aufhält und eine Green Card will, für eine Bewerbung in sein Heimatland zurückkehren", erklärte USCIS-Sprecher Zach Kahler. Ausnahmen gebe es nur bei "außergewöhnlichen Umständen".

Kahler erklärte, Nicht-Einwanderer wie Studenten, Zeitarbeiter oder Touristen kämen für eine kurze Zeit und für einen bestimmten Zweck in die USA - und sollten das Land dann wieder verlassen. "Ihr Besuch sollte nicht als erster Schritt im Green-Card-Prozess dienen." Die neue Regelung solle verhindern, dass Menschen nach einer verweigerten Green Card illegal in den USA bleiben und dann von den Einwanderungsbehörden für eine Abschiebung aufgespürt werden müssten, erklärte der Behördensprecher.

Trumps Kampf gegen Migration

Laut einem Bericht der "Washington Post" vergeben die USA jährlich mehr als eine Million Green Cards. Mehr als die Hälfte der Bewerber hielt sich demnach bisher bei der Antragstellung bereits in den USA auf. Grundsätzlich haben alle Anspruch auf die Karte, die eine Festanstellung oder Familienmitglieder in den USA haben oder wegen Verfolgung in die USA geflüchtet sind.

Trump hat den Kampf gegen irreguläre Migration zu einem der Hauptanliegen seiner Präsidentschaft gemacht. Dabei hat er auch legale Wege für eine Einwanderung in die USA eingeschränkt. Im Wahlkampf hatte der Rechtspopulist versprochen, Millionen von Migranten ohne gültige Papiere abzuschieben. Das rabiate Vorgehen der Behörden bei Abschieberazzien hat immer wieder für Empörung gesorgt und zu Protesten geführt.

Quelle: ntv.de, gri/AFP

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