Politik

Unter einer Bedingung Trump sinniert über Treffen mit Maduro

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Hat "nie etwas gegen Treffen": Donald Trump.

(Foto: REUTERS)

Die USA sind das erste Land, das Oppositionsführer Guaidó im venezolanischen Machtkampf offen unterstützt. Doch seit Monaten bleibt ein Umsturz in dem südamerikanischen Staat aus. Nun bringt US-Präsident Trump ein Treffen mit dem autoritären Staatschef Maduro ins Gespräch.

Die USA halten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro für einen Drogenhändler und haben Ende März sogar ein Kopfgeld in Höhe von 15 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt. Ein Treffen mit dem autoritären Staatschef kann sich US-Präsident Donald Trump trotzdem vorstellen. "Ich würde vielleicht darüber nachdenken", sagte er in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des Nachrichtenportals Axios. "Maduro würde sich gerne treffen. Und ich habe nie etwas gegen Treffen."

Nun ruderte Trump etwas zurück. "Im Gegensatz zur radikalen Linken habe ich Sozialismus stets abgelehnt und immer an der Seite des venezolanischen Volkes gestanden", schrieb er auf Twitter. "Ich würde mich mit Maduro nur treffen, um über eine Sache zu sprechen: einen friedlichen Rückzug von der Macht." Zuletzt habe er einen Vorschlag für ein Treffen aus Caracas aber abgelehnt. Er habe sich immer gegen den "Sozialismus" und das "unterdrückerische Maduro-Regime" gestellt.

Eigentlich erkennen die Vereinigten Staaten Maduro gar nicht mehr als Präsidenten an. Als sich Anfang 2019 der Oppositionsführer Juan Guaidó nach Maduros umstrittener Wiederwahl selbst zum Übergangspräsidenten erklärte, waren die USA das erste Land, das den jungen Abgeordneten als rechtmäßigen Regierungschef akzeptierte. Die USA haben zahlreiche Sanktionen verhängt, um Maduro aus dem Amt zu drängen.

"Beto O'Rourke Venezuelas"

Zuletzt schien sich Trump allerdings immer weniger für das Thema zu interessieren. Der US-Präsident ist offenbar enttäuscht, dass es Guaidó trotz breiter internationaler Unterstützung nie gelungen ist, Maduro in Venezuela selbst ernsthaft gefährlich zu werden. In seinem neuen Buch über seine Zeit in der Trump-Regierung schrieb der ehemalige Sicherheitsberater John Bolton: "Er hielt Guaidó für schwach, im Gegensatz zu Maduro, den er für stark hielt."

Demnach bezeichnete der US-Präsident Guaidó zudem als "Beto O'Rourke Venezuelas". Der US-Demokrat O'Rourke hatte zwischenzeitlich als Hoffnungsträger seiner Partei gegolten, scheiterte im vergangenen Jahr aber mit einer Präsidentschaftsbewerbung. Trump machte sich wiederholt über den Texaner lustig.

Auch im "Axios"-Interview deutete Trump eine Distanzierung von Guaidó an. Er sei zwar mit der Anerkennung Guaidós als Übergangspräsident "einverstanden" gewesen. Er glaube jedoch nicht, dass diese Entscheidung "in die eine oder andere Richtung sehr bedeutsam" gewesen sei. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte dagegen vor Journalisten, Trump stehe weiterhin zu Guaidó. "Er hat das Vertrauen in ihn nicht verloren."

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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