Politik

Sinneswandel beim US-PräsidentenTrump will KI-Modelle Sicherheitsüberprüfungen unterziehen lassen

02.06.2026, 20:43 Uhr
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Trump räumt den Behörden eine 30-Tage-Frist zur Begutachtung eines KI-Modells ein. (Foto: picture alliance / AdMedia)

Donald Trump ist bekannt dafür, Firmen beim Thema Künstliche Intelligenz freien Lauf zu lassen. Doch mittlerweile hat sich seine Meinung geändert - zumindest etwas.

US-Präsident Donald Trump fordert führende Entwickler von Künstlicher Intelligenz (KI) auf, ihre leistungsfähigsten Modelle vor der Veröffentlichung freiwillig der US-Regierung für Sicherheitsprüfungen vorzulegen. Dies geht aus einem unterzeichneten Erlass hervor.

Demnach sollen unter anderem das Finanz-, Verteidigungs- und Heimatschutzministerium Vereinbarungen mit Entwicklern treffen, um deren Modelle zu testen. Den Behörden werden dafür bis zu 30 Tage eingeräumt, bevor die Systeme Dritten zugänglich gemacht werden dürfen. Der Finanzminister wird zudem angewiesen, in Zusammenarbeit mit der Branche und Betreibern kritischer Infrastruktur eine zentrale KI-Meldestelle einzurichten. Diese soll Software-Schwachstellen aufspüren und deren Behebung koordinieren.

In Washington wachsen angesichts leistungsstarker neuer KI-Systeme wie "Mythos" von Anthropic die Sicherheitsbedenken. Der Erlass signalisiert einen Strategiewechsel Trumps, der nun eine aktivere Rolle bei der Kontrolle der Technologie beansprucht. Seit seiner Rückkehr ins Amt hatte er sich für eine weitgehende Zurückhaltung der Regierung gegenüber dem Technologiesektor ausgesprochen und versucht, Bundesstaaten von der Einführung eigener KI-Vorschriften abzubringen.

Die Entscheidung für freiwillige Tests könnte die Gewinne der Branche belasten, falls sich die Markteinführung neuer Modelle verzögert oder Unternehmen gezwungen sind, die Funktionsweise ihrer Systeme aus Sicherheitsgründen anzupassen.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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