Politik

"Werde mir das dann anschauen" Trump will Wahlergebnis eventuell nicht anerkennen

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Trump kündigte indirekt an, das Wahlergebnis am 8. November nicht zu akzeptieren.

(Foto: REUTERS)

Das letzte TV-Duell der beiden US-Präsidentschaftskandidaten ist stärker von Inhalten geprägt als die beiden vorangegangenen. Vergleichsweise wenig Anteil daran hat Immobilienmogul Donald Trump, der dennoch für den Aufreger des Abends sorgt.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat beim Rededuell mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton erneut eine Anerkennung des Wahlergebnisses am 8. November infrage gestellt. "Ich werde mir das dann anschauen. Ich schaue es mir nicht jetzt an", sagte er beim dritten TV-Duell mit Clinton am Mittwoch in Las Vegas.

Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrmals mit Verschwörungstheorien aufgewartet und den Eindruck erweckt, die Wahl werde manipuliert. Beweise oder Indizien dafür hat er jedoch nicht geliefert. Sein Vizepräsidentschaftskandidat Mike Pence und seine Tochter Ivanka Trump hatten die Aussagen kurz vor der Fernsehdebatte relativiert und erklärt, die Manipulierungsvorwürfe bezögen sich auf die Medienberichterstattung.

Neue Fakten kamen kaum auf den Tisch

Trump liegt in Umfragen weniger als drei Wochen vor dem Wahltermin weit hinter Clinton zurück. Erste Kommentatoren gehen davon aus, dass ihm nur noch ein großer Fehler Clintons oder eine dramatische Wendung zum Wahlsieg verhelfen kann.

Hillary Clinton und Donald Trump lieferten sich in Las Vegas ein engagiertes und teilweise hartes Wortgefecht. Die Demokratin und der Republikaner gerieten bei Themen wie Abtreibung, Waffengesetze und der Besetzung höchster Richterämter aneinander. Sie tauschten in der vom konservativen Sender Fox News ausgerichteten Debatte jedoch meist bereits bekannte Argumente aus, neue Fakten kamen kaum auf den Tisch.

Trump beschuldigte Clinton, Lügen über sexuelle Übergriffe zu verbreiten. In den vergangenen Tagen waren mehrere Frauen an die Öffentlichkeit getreten und hatten den republikanischen Präsidentschaftskandidaten beschuldigt, sie bedrängt zu haben. Trump bezeichnete das als Lügen. "Ich kenne diese Leute nicht", sagte er. "Niemand hat mehr Respekt vor Frauen als ich. Niemand", behauptete Trump. Clintons Wahlkampfteam habe die Frauen dazu gebracht, diese Aussagen zu machen. Sie hätten auch Leute angeheuert, die auf seinen Veranstaltungen gewalttätig geworden seien. Clinton warf dem 70-Jährigen daraufhin vor, Frauen zu verachten. "Donald Trump denkt, dass es ihn groß macht, wenn er Frauen erniedrigt. Es macht ihn nur zu einem Rüpel."

Quelle: ntv.de, jve/dpa

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