Politik

Umstrittener Deal mit Russland Türkei testet erstmals Raketenabwehr S-400

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Russland lieferte die ersten Teile der bestellten S-400-Batterien bereits im Juli an die Türkei (Archivbild).

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz heftiger Kritiken des Nato-Partners USA kauft die Türkei vergangenen Sommer das russische Luftabwehrsystem S-400. Die ersten Lieferungen sind bereits eingetroffen. Berichten zufolge werden sie nun erstmals in der Nähe von Ankara getestet.

Trotz drohender US-Sanktionen hat die Türkei mit dem Test des russischen Luftabwehrsystems S-400 begonnen. Kampfflugzeuge überflogen am Nachmittag einen Luftwaffenstützpunkt bei Ankara, um die Radaranlagen des Flugabwehrsystems zu testen und die türkischen Soldaten in seiner Handhabung auszubilden, wie die Nachrichtenagentur DHA meldete. Demnach überflogen mehrere F-16 in geringer Höhe den Stützpunkt Mürted.

Die Türkei hat trotz scharfer Kritik seines Nato-Partners USA am Kauf des russischen Systems festgehalten. Im Juli wurden erste Teile der beiden bestellten S-400-Batterien in die Türkei geliefert. Russische Militärmaschinen brachten Radaranlagen und Trägerfahrzeuge nach Mürted. Die Türkei zeigt sich entschlossen, trotz des Widerstands der USA die beiden Batterien im April nahe der Hauptstadt Ankara in Betrieb zu nehmen.

Wegen des umstrittenen Rüstungsgeschäfts hat Washington die Türkei bereits vom Projekt zur Produktion des neuen Kampfflugzeugs F-35 ausgeschlossen. Gemäß einem US-Gesetz, das Geschäfte mit russischen Rüstungsfirmen unter Strafe stellt, drohen ihr zudem noch weitere Sanktionen. Der Streit war auch Thema Mitte November, als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen US-Kollegen Donald Trump im Weißen Haus besuchte.

Quelle: ntv.de, lri/AFP

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