Zeit von Skandalen überschattetUS-Arbeitsministerin Chavez-DeRemer tritt zurück

Dieses Mal muss US-Präsident Trump nicht die Reißleine ziehen, seine Arbeitsministerin geht aus freien Stücken. Dabei war ihre Amtszeit von Skandalen geprägt.
Die nächste Ministerin scheidet aus dem Kabinett von US-Präsident Donald Trump aus: Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer tritt zurück. Sie werde in die Privatwirtschaft wechseln, erklärte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung. Er lobte die "phänomenale" Arbeit der Ministerin.
Die 13-monatige Amtszeit der 58-Jährigen wurde allerdings von einer Reihe von Skandalen überschattet. Die direkten Vorwürfe gegen sie betreffen vor allem Machtmissbrauch im Amt, einschließlich der Begünstigung persönlicher Beziehungen und eines angeblich unangemessenen Verhältnisses zu einem Untergebenen. Ihr wurde auch vorgeworfen, während der Arbeitszeit Alkohol konsumiert und öffentliche Mittel für private Zwecke verwendet zu haben. Zudem gab es Berichte über Diskriminierungs- und Vergeltungsvorwürfe sowie ein angeblich toxisches Arbeitsklima im Ministerium.
Chavez-DeRemers ist die dritte Ministerin, die binnen weniger Wochen die US-Regierung verlässt. Anfang März hatte Trump die umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem abberufen. Noem war nach der Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundeseinsatzkräfte in Minneapolis massiv unter Druck geraten.
Knapp einen Monat später musste die im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in die Kritik geratene Justizministerin Pam Bondi ihren Posten räumen. Berichten zufolge war Bondi bei Trump unter anderem wegen ihres Umgangs mit den Epstein-Akten in Ungnade gefallen. Zudem war der Präsident demnach frustriert, weil die Justizministerin nicht hart genug gegen seine Widersacher vorgegangen sei.