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Pentagon spart Tausende Soldaten ein US-Armee steht Schrumpfkur bevor

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Bei der Ausbildung der Soldaten sieht Hagel bei einer geschrumpften Truppe Vorteile.

picture alliance / dpa

US-Verteidigungsminister Hagel sieht sich gezwungen, die Armee massiv zu verkleinern. Ganz freiwillig kommen die Einschnitte nicht: Der Verteidigungsetat lässt Hagel kaum eine andere Wahl. Im Kongress sind dennoch Einwände zu erwarten.

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat drastische Einsparungen beim Militär angekündigt. Das Heer der amerikanischen Streitkräfte solle von 520.000 auf bis zu 440.000 Soldaten verkleinert werden, sagte der Pentagonchef. Das sind rund 130.000 weniger als in der Zeit nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 - und die geringste Truppenstärke seit dem Zweiten Weltkrieg. Auch an der Ausrüstung soll gespart werden.

Bislang war lediglich bekannt, dass die US-Landstreitkräfte auf 490.000 Soldaten verkleinert werden sollen. Ende 2012 waren es noch mehr als 540.000. Der nun beschlossene zusätzliche Abbau soll vor allem finanzielle Gründe haben. Hagel wird in den kommenden Jahren wegen drastischer Einsparungen im US-Staatshaushalt deutlich weniger Geld zur Verfügung haben.

Das Ende des Irak-Einsatzes und der Abzug aus Afghanistan werden  als weitere Gründe für die Verschlankung genannt. Sie werde aber auch durch die Sicherheitsdoktrin von Präsident Barack Obama gedeckt. Demnach müsse das US-Militär zwar weiterhin jeden Gegner besiegen können. Aber es müsse nicht mehr in der Lage sein, zwei große, teure Kriege parallel zu führen.

Kongress muss noch zustimmen

Einige Bereiche sollen von den Einsparungen ausgenommen werden: Spezialeinsatzkommandos und sowie Fachleute für Kriege im Cyberraum müssen keine Einschnitte befürchten. Das Pentagon soll die Verkleinerung der Truppe damit verteidigen, dass Soldaten besser ausgebildet und ihre Ausrüstung schneller modernisiert werden können.

Widerstand muss Hagel im Kongress befürchten, hier müssen die Pläne noch genehmigt werden. Auch die Rüstungsindustrie und Veteranenverbände sind dagegen. Die oberste Militärführung steht allerdings hinter dem Vorhaben.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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