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Studie widerspricht Trump US-Behörden erwarten heftige Klimaschäden

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Schäden durch Hurrikane Michael im Oktober in Florida.

(Foto: AP)

13 US-Ministerien und Behörden untersuchen die zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben in den USA. Ihr Fazit: Ohne radikale Maßnahmen sieht es düster aus. Das Weiße Haus weist die Zahlen prompt zurück.

Ein Bericht von US-Regierungsbehörden warnt vor schweren Schäden für die Vereinigten Staaten durch den Klimawandel. Von der Gesundheit über die Landwirtschaft und die Industrie bis hin zur Infrastruktur und der Energie- und Wasserversorgung seien alle Bereiche der amerikanischen Gesellschaft von einer globalen Erderwärmung betroffen, heißt es in der Studie für den Kongress, die von 13 Ministerien und Behörden - wie etwa dem Landwirtschaftsministerium und der NASA - erstellt wurde.

Bis zum Ende des Jahrhunderts werde dies die US-Wirtschaft Hunderte Milliarden Dollar kosten, wenn nicht entschlossen gegengesteuert und die Emission von Treibhausgasen kräftig gedrosselt werde. Schon jetzt seien Folgen wie häufigere und stärkere Stürme, Dürren und Überschwemmungen zu erkennen. Wissenschaftler hatten auch die jüngsten schweren Waldbrände in Kalifornien auf eine Dürre in Folge des Klimawandels zurückgeführt.

Eine Sprecherin von Präsident Donald Trump kritisierte die Studie als ungenau: Sie basiere weitgehend auf dem extremsten Szenario und lasse technische Innovationen außer acht. Der Bericht steht in deutlichem Widerspruch zur Politik von Trump, der an einem durch den Menschen verursachten Klimawandel zweifelt.

Er hat zahlreiche Umwelt- und Klimaschutz-Maßnahmen seines Vorgängers Barack Obama zurückgefahren und setzt auf fossile Energieträger wie Erdöl und Kohle. Zudem hatte im vergangenen Jahr den Ausstieg der USA aus dem Weltklimavertrag von 2015 zur Begrenzung der Erderwärmung angekündigt, weil das Abkommen der US-Wirtschaft schade und wenig konkreten ökologischen Nutzen bringe.

Quelle: n-tv.de, shu/rts

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