Politik

Erstmals seit über 30 Jahren US-Kriegsschiffe kreuzen in Barentssee

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Das Versorgungsschiff "USNS Supply" und die britische "HMS Kent" (v.l.) auf ihrem Weg durch die Barentssee.

(Foto: US Navy)

Die territorialen Zugehörigkeiten in der Arktis sorgen seit Jahren für Streitigkeiten bei den Anrainerstaaten. In Zusammenarbeit mit der britischen Marine demonstriert die US-Marine für die "Freiheit der Schifffahrt" - und schickt vier Kriegsschiffe durch die Barentssee.

Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten haben in der Barentssee wieder US-Kriegsschiffe gekreuzt. Vier Schiffe der US-Marine hätten am Montag zusammen mit einem britischen Schiff den nördlich von Russland gelegenen Teil der Barentssee durchfahren, teilte die US-Marine mit. Bei der Operation habe die "Freiheit der Schifffahrt" demonstriert werden sollen. Russland sei vorab über den Einsatz informiert worden, um eine Konfrontation zu vermeiden.

Es war den Angaben zufolge das erste Mal seit Mitte der Achtzigerjahre, dass US-Kriegsschiffe sich durch diesen Teil der Arktis bewegten. Es habe sich um eine Übung gehandelt, bei der die Navigation in diesen Gewässern trainiert worden sei, hieß es von der US-Marine. An der Operation nahmen demnach drei Zerstörer mit Lenkraketen und ein Begleitschiff der US-Marine teil sowie eine britische Fregatte.

Um Teile der Arktis gibt es territoriale Streitigkeiten. Sie werden durch die Rohstoffvorkommen unter der als Folge des Klimawandels abschmelzenden Eiskappe angeheizt. Die Arktis ist zudem für die Anrainerländer von militärisch-strategisch wichtiger Bedeutung.

US-Verteidigungsminister Mark Esper sagte bei einer Videokonferenz des Brookings-Instituts, Russland habe zuletzt die Einsatzbereitschaft der US-Luftabwehr in der Arktis und im US-Bundesstaat Alaska mehrfach auf die Probe gestellt. Am 10. März hatten sich zwei russische Militärmaschinen der Küste von Alaska stark genähert, ohne jedoch in den US-Luftraum einzudringen.

Quelle: ntv.de, mba/AFP