Kein Kriegsende in SichtUS-Militär in Nahost wird durch Tausende Soldaten verstärkt

Erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Charg zu besetzen? Entsprechende Medienberichte weist der US-Präsident nicht klar zurück. Nun wird bekannt, dass die US-Streitkräfte noch mehr Unterstützung aus der Heimat bekommen sollen.
Das US-Militär verlegt Insidern zufolge Tausende zusätzliche Marineinfanteristen und Seeleute in den Nahen Osten. Dies sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Wahrung der Anonymität. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließen die Informanten offen. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium nahmen zu den Informationen zunächst nicht Stellung. Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist auch drei Wochen nach Beginn kein Ende in Sicht. Der Iran griff heute eine Ölraffinerie in Kuwait an, während Israel in Teheran einen Sprecher der iranischen Revolutionsgarden tötete.
Einem Bericht des Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf vier Insider zufolge erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Charg zu besetzen oder zu blockieren. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag auf entsprechende Berichte angesprochen: "Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Donnerstag ohne weitere Erläuterungen, ein Sturz der iranischen Regierung erfordere eine "Bodenoffensive".
Den Insidern zufolge umfasst die geplante Verlegung das amphibische Angriffsschiff USS Boxer, die dazugehörige Marine-Expeditionseinheit (MEU) sowie ein begleitendes Kriegsschiff. Einem der Insider zufolge verlassen die Truppen die Westküste der USA etwa drei Wochen früher als geplant. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund früherer Berichte, wonach Trump die Entsendung Tausender Soldaten erwägt, um die Militäroperation im Nahen Osten zu verstärken.