Politik

Nach "heftigen Feuergefechten"US-Spezialkräfte retten zweites Besatzungsmitglied von abgeschossenem US-Kampfjet

05.04.2026, 06:22 Uhr
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Ein solcher Jet vom Typ F-15E war im Iran abgestürzt. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Nach über einem Monat Krieg gelingt es dem Iran über dem eigenen Hoheitsgebiet erstmals, einen US-Kampfjet abzuschießen. Jetzt vermelden die USA nach heftigen Kämpfen die Rettung eines zweiten Besatzungsmitglieds.

Das im Iran vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets ist von US-Suchtrupps gefunden worden. US-Spezialkräfte hätten den Waffenoffizier gerettet, berichtete das Nachrichtenportal Axios am frühen Morgen unter Berufung auf drei US-Beamte. Der arabische Sender Al Jazeera meldete, der Vermisste sei geborgen worden, aber aufgrund andauernder Kämpfe noch nicht in Sicherheit und außer Landes.

US-Präsident Donald Trump bestätigte die Berichte. "WIR HABEN IHN", schrieb der Republikaner auf Truth Social. "Meine amerikanischen Mitbürger, in den letzten Stunden hat das US-Militär eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten durchgeführt – für einen unserer unglaublichen Offiziere, der zufällig auch ein hoch angesehener Oberst ist und von dem ich Ihnen voller Freude mitteilen kann, dass er gesund und munter ist!"

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge versteckte sich der Waffensystemoffizier mehr als 24 Stunden im Südwesten des Landes in felsigem Gelände vor iranischen Kräften und entging so der Gefangennahme. Bei dem Einsatz waren laut "New York Times" Hunderte Spezialkräfte, darunter Fallschirmjäger, und Dutzende Flugzeuge im Iran aktiv geworden. Unter den US-Kräften gab es dem Bericht zufolge keine Verletzten während der Mission.

Der "tapfere Krieger" habe sich hinter den feindlichen Linien in den Bergen befunden und sei von Regimekräften gejagt worden, so Trump. "Auf meine Anweisung hin entsandte das US-Militär Dutzende von Flugzeugen, ausgerüstet mit den tödlichsten Waffen der Welt, um ihn zu bergen. Er hat Verletzungen davongetragen, aber es wird ihm wieder gut gehen." An der Lokalisierung des Waffenoffiziers soll der Auslandsgeheimdienst CIA maßgeblich beteiligt gewesen sein. Der arabische Sender zitierte einen namentlich nicht genannten US-Regierungsbeamten, wonach der Vermisste nach einem "heftigen Feuergefecht" geborgen worden sei.

Rettungsflugzeuge flogen den Waffensystemoffizier nach Angaben der "New York Times" zur medizinischen Behandlung nach Kuwait. Es habe jedoch ein letztes Hindernis gegeben, das die Rettung des Mannes verzögert habe. Zwei Transportflugzeuge hätten im Iran festgesteckt, wurde ein US-Militärbeamter zitiert - mutmaßlich aufgrund von Beschädigungen, verursacht durch die Bodenverhältnisse der improvisierten Landezone. Drei Ersatzflugzeuge seien eingesetzt worden. Die beiden zurückgelassenen Flugzeuge seien gesprengt worden, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fielen, hieß es.

Die den Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor von Luftangriffen in einem Gebiet Nach Bekanntgabe der Rettung des US-Offiziers berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die Revolutionsgarden hätten am Morgen angeblich zwei Black-Hawk-Hubschrauber der Amerikaner, ein C-130-Militärtransportflugzeug und mehrere Drohnen getroffen und zerstört. 

Tasnim veröffentlichte dazu Aufnahmen, auf denen brennende Wrackteile zu sehen sind. Der staatliche englischsprachige Sender PressTV schrieb auf X, eine "sogenannte Rettungsaktion" des US-Militärs auf einem verlassenen Flugplatz im Süden von Isfahan sei in einem "völligen Fehlschlag" geendet, weil iranische Streitkräfte rechtzeitig eingetroffen seien.

Die USA hatten in der Nacht dem Bericht zufolge das entsprechende Gebiet auch massiv aus der Luft angegriffen, um Kräfte des Regimes daran zu hindern, das Besatzungsmitglied zu erreichen. Der Pilot des am Freitag abgeschossenen Kampfjets war zuvor bereits gerettet worden. "Dies ist das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet wurden. WIR WERDEN NIEMALS EINEN AMERIKANISCHEN KRIEGER IM STICH LASSEN", so Trump.  

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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