Politik
Wegen Fotos wie diesem von der Rettung verletzter Kinder in Daraa im vergangenen Jahr, stehen die Weißhelme in der Kritik, ihre Arbeit diene hauptsächlich der Propaganda.
Wegen Fotos wie diesem von der Rettung verletzter Kinder in Daraa im vergangenen Jahr, stehen die Weißhelme in der Kritik, ihre Arbeit diene hauptsächlich der Propaganda.(Foto: AP)
Samstag, 05. Mai 2018

Katar und Türkei springen ein: USA frieren Zahlungen an Weißhelme ein

Seit fünf Jahren sind Tausende syrische Mitarbeiter der Weißhelme im Einsatz, um Menschen in dem Bürgerkriegsland zu retten. Finanziert werden sie zu einem Großteil von den USA. Obwohl diese Zahlungen nun nicht mehr fließen, will die Organisation weitermachen.

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Die syrische Hilfsorganisation Weißhelme will ihre Arbeit in dem Bürgerkriegsland trotz des angekündigten Finanzierungsstopps durch die USA weiterführen. Die Organisation habe kürzlich neue Projektverträge mit Organisationen aus der Türkei und Katar abgeschlossen, sagte der Leiter der Hilfsorganisation, Raed al-Salah. Alle bislang unterzeichneten Projekte liefen zudem ohne Unterbrechung weiter, bis die Verträge ausliefen. 

Der US-Sender CBS hatte zunächst berichtet, dass die Finanzierung syrischer Hilfsprogramme, unter die auch die Weißhelme fallen, unter "aktiver Prüfung" und derzeit eingefroren sei. Rund ein Drittel der Finanzmittel der Organisation kämen demnach aus den USA. 

Deutschland hat die Weißhelme in den vergangenen zwei Jahren mit insgesamt zwölf Millionen Euro unterstützt, hieß es aus dem Außenministerium in Berlin. Pläne, die Unterstützung einzustellen, gibt es nach dpa-Informationen derzeit nicht. 

Die Weißhelme retten seit 2013 Menschen nach Bombenangriffen in Syrien aus den Trümmern. Rund 3000 Freiwillige riskieren dafür ihr Leben. 2016 bekam die Organisation für ihre Arbeit den Alternativen Nobelpreis verliehen. Die Gruppe bezeichnet sich selbst als neutral. Die syrische Regierung und ihr Verbündeter Russland werfen den Weißhelmen unter anderem Propaganda und Unterstützung von Terroristen vor.

Quelle: n-tv.de