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Spannungen mit dem Iran USA schicken 1500 Soldaten nach Nahost

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Derzeit sind 60.000 bis 80.000 Soldaten im Nahen und Mittleren Osten stationiert.

(Foto: dpa)

Die Beziehung zwischen dem Iran und den USA verschlechtert sich zusehends. Nun will US-Präsident Trump rund 1500 weitere Soldaten in den Nahen Osten entsenden - und das könnte erst der Anfang sein. Vor wenigen Tagen sah das noch ganz anders aus.

Im Konflikt mit dem Iran plant die US-Regierung die Entsendung weiterer Truppen in die Region. US-Präsident Donald Trump sagte, es handele sich um rund 1500 zusätzliche Soldaten, die vor allem "schützende" Aufgaben übernehmen sollten. Die Truppenentsendung sei in erster Linie eine Vorsichtsmaßnahme mit einer vergleichsweise kleinen Zahl von Soldaten.

Hintergrund ist die deutliche Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, die zuletzt die Furcht vor einem Krieg aufkommen ließ. Insidern zufolge erwog das US-Verteidigungsministerium die Entsendung von zusätzlich etwa 5000 Soldaten. Der geschäftsführende Verteidigungsminister Patrick Shanahan hatte gesagt, bei einer möglichen Entsendung weiterer Soldaten gehe es um den Schutz von Truppen, die bereits in der Region stationiert seien. "Unsere Aufgabe ist Abschreckung. Es geht nicht um Krieg."

Noch am Donnerstag hatte sich Trump skeptisch über die Pläne gezeigt: Er glaube nicht, dass weitere Soldaten benötigt würden, sagte der US-Präsident. Er sei jedoch bereit, einen Truppenausbau in Betracht zu ziehen. Vor einer akuten "Bedrohung" für die US-Truppen hatte er in den vergangenen Wochen wiederholt gewarnt. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert.

Trump warf der iranischen Führung nun erneut vor, "Terror auf der ganzen Welt" zu verbreiten. Er sagte zugleich: "Ich denke nicht, dass der Iran kämpfen will. Und ich denke sicher nicht, dass sie mit uns kämpfen wollen." Vor einigen Tagen hatte Trump hatte dem Iran allerdings noch mit der Vernichtung des Landes gedroht. "Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein. Bedroht nie wieder die USA", hatte er damals getwittert.

Anfang des Monats hatte Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton bereits angekündigt, einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten zu schicken. Wenige Tage später verkündete das Pentagon, ein weiteres Kriegsschiff und ein Raketenabwehrsystem würden in den Nahen Osten verlegt, um auf Drohungen aus dem Iran reagieren zu können.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/rts/dpa

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