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Anschlag auf USS Cole USA wollen Al-Kaida-Terroristen getötet haben

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Der Zerstörer USS Cole wurde in der jemenitischen Hafenstadt Aden angegriffen.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Im Jahr 2000 starben bei einem Anschlag von Al-Kaida auf die USS Cole 17 US-Soldaten. Nun teilt Präsident Trump mit, der mutmaßliche Drahtzieher sei im Jemen getötet worden.

Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Jamal al-Badawi getötet. Die USA halten den Mann für den Drahtzieher eines Terrorangriffs auf US-Soldaten auf dem Kriegsschiff USS Cole vor mehr als 18 Jahren.

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US-Kräfte hatten am Dienstag im Jemen einen Luftangriff ausgeführt. Es war nach Auskunft der US-Streitkräfte zunächst nicht klar, ob al-Badawi dabei zu Tode gekommen war. Trump schrieb nun auf Twitter: "Unser großartiges Militär hat den Helden Gerechtigkeit widerfahren lassen, die wir bei dem feigen Angriff auf die USS Cole verloren haben und die dabei verwundet wurden." Die USA würden ihren Kampf gegen den radikalislamischen Terrorismus niemals einstellen, schrieb Trump weiter.

Das US-Militär hatte bereits am Freitag mitgeteilt, am 1. Januar im jemenitischen Bezirk Marib einen "Präzisionsangriff" auf al-Badawi verübt zu haben. Einem Militärvertreter zufolge war es der erste US-Angriff im Jemen seit Juli.

Die USA beschuldigen al-Badawi, den Anschlag auf den US-Zerstörer im Oktober 2000 in der jemenitischen Hafenstadt Aden geplant zu haben. Damals hatten sich zwei Selbstmordattentäter nahe dem Schiff in die Luft gesprengt und 17 US-Soldaten mit in den Tod gerissen. Al-Badawi war bereits zweimal im Jemen festgenommen worden, er konnte aber jeweils ausbrechen.

Taliban-Chef Osama bin Laden bekannte sich damals zu der Tat. Die USA sahen in al-Badawi einen der Drahtzieher. Er soll die Selbstmordattentäter unter anderem mit Booten und Sprengstoff versorgt haben. Wegen seiner Beteiligung an dem Anschlag und eines weiteren Anschlagsversuchs auf ein Kriegsschiff erhob die US-Justiz 2003 Anklage in 50 Punkten gegen al-Badawi.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/AFP

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