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"Hohe Alarmbereitschaft" USA ziehen Botschaftspersonal aus Irak ab

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Die amerikanische Botschaft in Bagdad gilt als die größte Landesvertretung der Welt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Jede neue Nachricht, die den Irak und die USA betreffen, lässt die Sorge um die möglichen Folgen wachsen: Jetzt gibt das US-Außenministerium bekannt, dass Regierungsmitarbeiter aus den irakischen Botschaften zurück nach Hause geschickt werden.

Das US-Außenministerium zieht einen Teil seiner Mitarbeiter aus dem Irak ab. Betroffen seien die US-Botschaft in Bagdad und das Konsulat in Erbil, teilte die Botschaft auf ihrer Webseite mit. Das Ministerium habe angewiesen, dass nicht dringend benötigtes Personal der US-Regierung das Land verlassen soll. Der Visa-Service an beiden Standorten sei derzeit ausgesetzt, hieß es weiter.

Ein Grund für den Schritt wurde in der Mitteilung nicht genannt. Im Iran-Konflikt hatten die US-Streitkräfte erst am Dienstag ihre Alarmstufe für die im Irak und in Syrien stationierten Truppenteile der Anti-Terror-Operation Inherent Resolve (OIR) erhöht. Die US-Truppen im Irak seien in "hohe Alarmbereitschaft" versetzt worden, sagte Marine-Hauptmann Bill Urban, ein Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen Zentralkommandos des US-Militärs.

Geheimdienste der USA und ihrer Verbündeten hätten "glaubwürdige Bedrohungen" ausgemacht. Urban widersprach explizit dem britischen General Chris Ghika. Dieser hatte gesagt, die Bedrohung durch vom Iran unterstützte Kräfte im Irak und in Syrien sei nicht gestiegen. Ghika, Stratege zur Bekämpfung der IS-Miliz, wollte diese Einschätzung wenig später allerdings auf Nachfrage von Journalisten nicht mehr bekräftigen.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben zuletzt erheblich zugenommen. Hinzu kamen nach saudiarabischen Angaben Sabotage-Zwischenfälle in der Region. So habe es unter anderem einen "terroristischen Angriff" auf zwei saudiarabische Öltanker gegeben, erklärte das Kabinett in Riad. Die internationale Gemeinschaft sei für den Erhalt der maritimen Sicherheit verantwortlich. Die "New York Times" berichtete, in der US-Regierung werde unter anderem die Verlegung von 120.000 Soldaten in die Region erwogen im Falle eines iranischen Angriffs. Präsident Donald Trump wies dies allerdings als "Fake News" zurück.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa/rts

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