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Warnung an US-Bürger USA ziehen Diplomaten teils aus Venezuela ab

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Zunächst hatten sich die USA geweigert, ihre Botschaftsmitarbeiter aus Caracas abzuziehen.

(Foto: imago)

Nachdem sich die USA hinter Venezuelas Interimspräsidenten Guaidó stellen, verweist Staatschef Maduro den diplomatischen Corps der USA des Landes. Nun gibt das US-Außenministerium zumindest teilweise nach - und zieht die nicht dringend benötigten Diplomaten ab.

Angesichts der sich zuspitzenden Krise in Venezuela ziehen die USA einen Teil ihrer Diplomaten aus dem südamerikanischen Land ab. Das US-Außenministerium ordnete in einer Sicherheitswarnung an, dass alle nicht dringend benötigten Mitarbeiter der US-Regierung Venezuela verlassen sollten. Das Außenministerium forderte außerdem alle US-Bürger in Venezuela auf, eine Ausreise zu erwägen. "Die US-Regierung hat eingeschränkte Möglichkeiten, Notfall-Hilfe für US-Bürger in Venezuela zu leisten", erklärte das Ministerium.

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hatte am Mittwoch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen seines Landes zu den USA verkündet und dem diplomatischen Corps der USA 72 Stunden zum Verlassen des Landes gegeben. Die USA, die Maduro nicht mehr als legitimen Staatschef des Landes anerkennen, hatten dies zunächst zurückgewiesen.

Nun betonte Außenminister Mike Pompeo erneut, dass die Ausreise aller US-Diplomaten nicht folgen würde. "Das Regime des früheren Präsidenten Nicolás Maduro ist nicht legitim. Wir betrachten daher alle seine Erklärungen und Handlungen als illegitim und ungültig", so Pompeo. Der Außenminister warnte "Überbleibsel des Maduro-Regimes" davor, "den friedlichen demokratischen Übergang zu unterdrücken". Im Machtkampf in dem Krisenland haben sich die USA hinter den oppositionellen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó gestellt, der sich am Mittwoch zum Interimspräsidenten erklärt hatte.

In der Sicherheitswarnung des Ministeriums hieß es, US-Bürger sollten ihre Ausreise erwägen, solange es noch kommerzielle Flüge gebe. Wer sich zum Bleiben entscheide, solle ausreichende Vorräte anlegen.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/dpa

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