Politik

Russen nähern sich Hafenstadt Ukraine meldet erste Angriffe auf Odessa

Nach der Eroberung des Großteils der ukrainischen Südküste steuern Truppen des Kreml auf Odessa zu. Am Wochenende registrieren die Behörden der Hafenstadt eine Zunahme russischer Drohnen. Nun gerät ein Vorort und die Metropole selbst ins Fadenkreuz.

Die Stadtverwaltung der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer hat einen ersten russischen Angriff gemeldet. Ein Wohnhaus in einem Vorort sei am Morgen durch russischen Beschuss beschädigt worden. Todesopfer gebe es nicht. Es sei aber ein Feuer ausgebrochen, teilten die Behörden mit. Zuvor meldete die Zeitung "Kyiv Independent", dass russische Kriegsschiffe Odessa aus großer Entfernung beschossen hätten. Dabei sollen mehrere Gebäude beschädigt worden sein, teilte ein Sprecher des ukrainischen Militärs mit.

Bereits am Sonntag hatte Odessa einen zunehmenden Einsatz russischer Drohnen über dem Stadtgebiet und in der Umgebung registriert. Die Luftabwehr habe die Drohnen des Gegners unter Feuer genommen, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Maxim Martschenko, der Zeitung "Ukrajinska Prawda" mit.

Odessa ist vom Kriegsgeschehen bisher weitgehend verschont geblieben. Die drittgrößte Stadt der Ukraine bildet mit ihrem großen Hafen ein wichtiges Wirtschaftszentrum. Auch die ukrainische Marine hat dort ihr Hauptquartier. Mehrere Kriegsschiffe sind dort stationiert. Russische Truppen haben in den vergangenen Wochen den Großteil der ukrainischen Südküste eingenommen. Sollte auch Odessa in ihre Hände fallen, wäre die Ukraine komplett vom Meer abgeriegelt.

Seit Wochen bereitet sich die Hafenstadt bereits auf eine Landung russischer Truppen vor. Teile des über 40 Kilometer langen Strandabschnitts wurden von ukrainischen Soldaten bereits vermint. Landungsversuche hat es bislang aber noch nicht gegeben. In der vergangenen Woche hatte die russische Marine zwei kleinere Städte in der Region Odessa unter Feuer genommen. Vermutet wird, dass damit die ukrainische Küstenverteidigung getestet werden sollte.

Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa

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