Politik

Bund soll Antworten liefern Umweltminister fordern Position zu Wölfen

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Soll der Wolf zum Abschuss freigegeben werden? Die Umweltminister der Bundesländer beraten darüber am Donnerstag.

(Foto: picture alliance / Carsten Rehde)

Norddeutsche Politiker fordern eine konkrete Position zum Umgang mit Wölfen vom Kanzleramt. Das Aktionsbündis Forum Natur geht sogar noch einen Schritt weiter und will "wolfsfreie Zonen" in Deutschland. Eine Demonstration ist für Donnerstag geplant.

Die Umweltminister von Schleswig-Holstein und Niedersachsen fordern vom Kanzleramt eine eindeutige Linie zum Umgang mit Wölfen. "Es müssen endlich klare Rahmenbedingungen für den Artenschutz des Wolfs einerseits und den Schutz von Nutztieren vor seinen Übergriffen andererseits geschaffen werden", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Sein niedersächsischer Ressortkollege Olaf Lies sagte: "Es ist in Berlin lange genug darüber gestritten worden, wie mit dem Wolf umzugehen ist. Wir brauchen in den Ländern jetzt klare Antworten." Der Bund müsse sagen, ab welcher Anzahl Wölfe nicht mehr im Bestand gefährdet seien. Am Donnerstag treffen sich die Umweltminister der Bundesländer in Hamburg. Bauernverbände und Schäfer wollen dann vor dem Tagungsort demonstrieren und auf Probleme mit dem Wolf aufmerksam machen.

Das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) forderte, die Minister müssten auf der Konferenz ein konsequentes Wolfsmanagement auf den Weg bringen. "Die bisherige Wolfspolitik bestand im Wesentlichen darin, Probleme mit dem Wolf zu verharmlosen, die Bestände des Wolfes kleinzureden und die Weidetierhalter mit vermeintlich sicheren Herdenschutz-Maßnahmen und Ausgleichszahlungen hinzuhalten", sagte der AFN-Vorsitzende Max Freiherr von Elverfeldt. "Diese Politik ist gescheitert und von der Realität überholt."

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Mehrere Schafe hatte offenbar ein Wolf in Baden-Württemberg gerissen. Das ärgert die Besitzer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das AFN fordert "wolfsfreie Zonen" in Deutschland. Demnach sollen in sogenannten Ausschlussarealen territoriale Wolfsrudel nicht geduldet werden. Im AFN sind unter anderem Forsteigentümer, Fischer und Reiter zusammengeschlossen. Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) sind Mitglieder.

Der Wolf ist in der EU geschützt und darf nicht gejagt werden. Nur Wölfe, die mehrfach Zäune überwinden und großen Schaden anrichten, indem sie zum Beispiel Schafe töten, dürfen abgeschossen werden. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist derzeit laut "Osnabrücker Zeitung" je ein Wolf zum Abschuss freigegeben. Umwelt- und Landwirtschaftsministerium im Bund haben bisher keinen Kompromiss zum Umgang mit Wölfen gefunden.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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