Politik

Sorge vor "Unwucht" in Partei Unions-Flügel warnt Merz vor dessen "Ultras"

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"Merz wird sich ein Stück weit von den Ultras in seiner Fankurve emanzipieren müssen, wenn er die CDU wieder auf Erfolgskurs bringen will", fordert der CDA-Vize.

(Foto: imago images/Metodi Popow)

Merz ist noch nicht einmal zum CDU-Chef gewählt, da erhält er bereits die ersten ernsten Hinweise für seine Amtsführung. Der Sozialflügel warnt davor, die Brücken zur Ära Merkel abzubrechen. Etwaige Folgen ließen sich bei den Konservativen in Nachbarländern betrachten.

Der CDU-Sozialflügel hat den designierten Parteichef Friedrich Merz vor einer zu einseitig wirtschaftsfreundlichen Ausrichtung gewarnt. Es gebe die Sorge, dass sich mit Merz eine "gewaltige Unwucht in Fraktion und Partei zugunsten des Wirtschaftsflügels" ergeben könne, sagte der Vize-Bundesvorsitzende der Christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, dem "Handelsblatt".

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Wenn die Union wieder das soziale Gewissen im Land werden wolle, dann werde dies "nicht gelingen, wenn die engere Parteiführung fast ausschließlich aus Mitgliedern von Mittelstandsunion und Wirtschaftsrat besteht", sagte Radtke. Er forderte: "Merz wird sich ein Stück weit von den Ultras in seiner Fankurve emanzipieren müssen, wenn er die CDU wieder auf Erfolgskurs bringen will."

Radtke warnte vor gravierenden Folgen für die Partei, sollte diese sich zu einseitig auf die Wirtschaftspolitik fixieren. Reiße Merz "im Triumphgeheul alle innerparteilichen Brücken zur Ära Merkel, zu den Liberalen und Sozialen" ab, werde die Union "unvermeidlich den Pfad unserer Schwestern in den Niederlanden, Italien und Frankreich einschlagen". Dort hatten konservative Parteien zuletzt Verluste eingefahren.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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