Vier tote Zivilisten Verheerender russischer Gleitbombenangriff auf Kleinstadt

Russische Luftangriffe sorgen erneut für mehrere Tote. In einer kleinen Stadt nahe der Front kommen vier Menschen ums Leben, drei davon durch eine Gleitbombe. Die Ukraine hat solchen Attacken nur wenig entgegenzusetzen, aber bald eine eigene Waffe dieses Typs zur Verfügung.
Durch russische Gleitbomben- und Drohnenangriffe sind im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk vier Zivilisten getötet und weitere fünf verletzt worden. In der frontnahen Kleinstadt Druschkiwka seien zunächst drei Männer durch den Abwurf der Gleitbomben ums Leben gekommen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft auf Telegram mit. Eine Stunde später habe eine Drohne einen Pkw getroffen, ein Insasse sei getötet worden.
Druschkiwka liegt südlich von Kramatorsk und nur etwa 20 Kilometer von den vordersten russischen Linien entfernt. Russische Kampfjets klinken die Bomben im sicheren eigenen Luftraum aus, die dann über Dutzende Kilometer gelenkt ins Ziel gleiten. Die Ukraine hat bislang kaum ein Gegenmittel gegen diese Waffe. Russland feuert pro Jahr Zehntausende Gleitbomben auf Stellungen der Armee und zivile Infrastruktur.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew ist es mittlerweile gelungen, eine eigene Gleitbombe herzustellen. Sie soll "maximal an die Realitäten moderner Kriegsführung angepasst" sein und 250 Kilogramm Sprengstoff transportieren können. "Die erste Feuertaufe steht kurz bevor", hieß es kürzlich vom Verteidigungsministerium. Man wolle mit Hightech-Waffen die eigene Armee systematisch stärken und auf dem Schlachtfeld einen "technologischen Vorteil" verschaffen, sagte Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow.