Politik

Katalanische Anführer verurteilt Verletzte bei Zusammenstößen in Barcelona

Vor zwei Jahren stimmen die Katalanen trotz Justizverbots über eine Abspaltung ihrer Region von Spanien ab. Nun steht fest: Der Großteil der separatistischen Führung muss wegen Aufruhrs viele Jahre ins Gefängnis. Rund um Barcelona kommt das nicht gut an.

Bei Protesten am Flughafen von Barcelona nach der Verurteilung von Katalanen-Anführern sind 75 Menschen verletzt worden. Das gaben die Rettungsdienste des Flughafens bekannt, ohne Angaben zur Schwere der Verletzungen zu machen.

Demonstranten hatten sich am Flughafen heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Sie bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen und Mülleimern, die Polizei setzte Schlagstöcke ein. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Aena wurden 110 Flüge gestrichen.

Urteil löst Proteste aus

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Heftige Zusammenstöße in Barcelona nach der Verurteilung katalanischer Anführer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zuvor hatte das Oberste Gericht Spaniens neun von zwölf angeklagten katalanischen Unabhängigkeitsführern wegen "Aufruhrs" und Veruntreuung öffentlicher Gelder zu neun bis 13 Jahren Haft verurteilt. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Oktober 2017 ein von der spanischen Justiz als illegal eingestuftes Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben. Die höchste Strafe erhielt der frühere katalanische Vize-Regionalpräsident Oriol Junqueras mit 13 Jahren Haft.

Die Urteile lösten heftige Proteste in Barcelona aus, Tausende Menschen zogen auf die Straßen. Aufgebrachte Unabhängigkeitsbefürworter blockierten Straßen und Gleise und marschierten zum Flughafen, um diesen ebenfalls zu blockieren.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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