Politik

Fotobeweis für Aktenvernichtung? Schnipsel im Klo bringen Trump in Bedrängnis

Die Fotos über Schnipsel in der Toilette des Weißen Hauses kommen zu einem schlechten Zeitpunkt für Trump.

Die Fotos über Schnipsel in der Toilette des Weißen Hauses kommen zu einem schlechten Zeitpunkt für Trump.

(Foto: REUTERS)

Dass Donald Trump als US-Präsident wichtige Dokumente auf dem stillen Örtchen entsorgt haben soll, ist schon länger bekannt. Der Republikaner weist das bisher aber zurück. Nun sollen Fotos seinen zweifelhaften Umgang mit Regierungsunterlagen belegen.

Im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Ex-US-Präsident Donald Trump sind Fotos aufgetaucht, die beweisen sollen, dass der Republikaner während seiner Amtszeit unerlaubterweise Regierungsdokumente vernichtet hat. Die Aufnahmen zeigen mehrere Toilettenschüsseln, in denen Papierschnipsel schwimmen. Es soll sich um zerrissene Aufzeichnungen des Präsidenten handeln.

Veröffentlicht hat die Bilder die US-Nachrichtenseite Axios. Demnach sollen sie der Journalistin Maggie Haberman zugespielt worden sein. Haberman, bekannt als langjährige Trump-Enthüllungsjournalistin der "New York Times", veröffentlicht im Oktober ein Buch über den Ex-Präsidenten, das auch die Vorwürfe über in der Toilettenschüssel versenkte Unterlagen enthält.

Die Anekdote gelangte bereits im Februar an die Öffentlichkeit. Damals hieß es, mehrere Male soll das Klo im Weißen Haus sogar verstopft gewesen sein, weil Trump versucht habe, im Wohnbereich des Präsidentensitzes zerrissene Aufzeichnungen zu versenken. Trump hatte diese Darstellung vehement bestritten. Ein Sprecher Trumps sagte nun Axios: "Man muss schon sehr verzweifelt versuchen, Bücher zu verkaufen, wenn Fotos von Papier in Toilettenschüsseln Teil des Werbeplans sind."

Zettel seien mit "Sharpie ink"-Stift beschrieben

Ob die aufgetauchten Fotos von den Toiletten die berühmte "smoking gun" in dieser Affäre sind, ist ungewiss. Laut Axios ist auf den Schnipseln die Handschrift Trumps erkennbar, die Aufzeichnungen seien mit dem "Sharpie ink"-Stift geschrieben - einem Stift, den Trump gerne benutze. Zu lesen ist auf einem Fragment der Name von Elise Stefanik, einer New Yorker Abgeordneten, die Trump nahesteht. Habermans Quelle versichert laut Axios, die beiden Bilder zeigten je eine Schüssel im Weißen Haus und eine von einem unbekannten Ort während einer Auslandsreise.

Jedenfalls kommen die Fotos für Trump zur Unzeit. Gerade durchsuchte das FBI das Anwesen Trumps in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida. Der Hintergrund der Aktion ist offiziell nicht bekannt. US-Medien glauben jedoch, dass es um ähnliche Vorwürfe wie bei der Toilettenaffäre geht: Trump soll nach seiner Amtszeit 15 Kisten mit Regierungsdokumenten sowie persönlichen Aufzeichnungen nicht an das Nationalarchiv übergeben haben. Darunter sollen auch als Verschlusssache gekennzeichnete Informationen zur nationalen Sicherheit gewesen sein.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 09. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, jog

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