Politik
Tornados der Bundeswehr in Jordanien.
Tornados der Bundeswehr in Jordanien.(Foto: picture alliance / Pao Counter D)
Samstag, 13. Januar 2018

Verspätete Visite: Von der Leyen besucht Soldaten in Jordanien

Eigentlich wollte Ursula von der Leyen bereits im November die Bundeswehrsoldaten auf dem jordanischen Stützpunkt Al-Asrak besuchen. Nun holt die Verteidigungsministerin die Visite nach. Ursprünglich waren die Soldaten in der Türkei stationiert.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist mit Bundestagsabgeordneten zu einem Besuch bei den deutschen Soldaten in Jordanien eingetroffen. Die CDU-Politikerin wollte bereits im November die Bundeswehr auf dem jordanischen Stützpunkt Al-Asrak besuchen. Aufgrund der Gespräche zur Regierungsbildung damals war die Reise abgesagt worden.

Von Jordanien aus unterstützt die Bundeswehr die Luftangriffe der internationalen Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit vier "Tornado"-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug. Die Bundeswehr war ursprünglich im türkischen Incirlik stationiert, zog dann aber nach Jordanien um, weil die Türkei Bundestagsabgeordneten immer wieder den Besuch bei den Soldaten verweigert hatte.

Seit Oktober des vergangenen Jahres heben die Tornados der Truppe von Al-Asrak aus ab. Die Tornados machen Aufklärungsbilder für die Anti-IS-Allianz zur Bombardierung von Zielen. Die Zukunft des Einsatzes ist ungewiss. Die Terrormiliz ist in Syrien und im Irak inzwischen weitgehend besiegt.

In dem am Freitag veröffentlichten Sondierungspapier von Union und SPD heißt es: "Die Obergrenze des Anti-IS-Mandats zur Unterstützung und Entlastung unserer Verbündeten, insbesondere Frankreichs, kann deutlich abgesenkt werden." Derzeit sind rund 320 Soldaten in Jordanien stationiert, die Obergrenze liegt bei 1200.

Quelle: n-tv.de