Politik

JuLi-Chef im "ntv Frühstart" Wählen mit 16 "so schnell wie möglich"

Der FDP-Nachwuchs macht Druck: Der Chef der Jungen Liberalen, Jens Teutrine, erwartet von der Union, ihren Widerstand gegen die Herabsetzung des Wahlalters aufzugeben. Junge Menschen sollte besser beteiligt werden - auch mit Blick auf Fridays for Future.

Der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Jens Teutrine, fordert CDU und CSU auf, zügig einer Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Bundestagswahlen zuzustimmen.

"Ich erwarte von der Union, dass sie ihre taktischen Überlegungen zum Eigennutz aufgibt und endlich mit uns über die Inhalte diskutiert", sagte Teutrine im "Frühstart" von ntv. Die Jungen Liberalen wünschten sich die Reform "so schnell wie möglich". Teutrine räumte allerdings ein, dass dies erst in der nächsten Legislaturperiode im Bundestag realistisch sei.

Teutrine forderte die Mutterpartei FDP dennoch auf, eine Gesetzesinitiative einzubringen, zum Beispiel im Rahmen der ohnehin anstehenden Wahlrechtsreform. Auf Initiative der Jungen Liberalen hatte die FDP am Wochenende auf ihrem Bundesparteitag die Forderung nach einem Wahlrecht ab 16 Jahren beschlossen.

Bei seinem Vorstoß verwies Teutrine unter anderem auf Fridays for Future. "Junge Menschen gehen auf die Straße. Wenn wir die ernst nehmen wollen, wenn wir die in unsere demokratischen Prozesse einbinden wollen, dann wäre es ein gutes Zeichen, das Wahlalter herabzusetzen." Er verstehe nicht, dass 16-Jährige bei Kommunalwahlen Bürgermeister wählen, die Bildungspolitik im Bundestag aber nicht mitbestimmen dürften. "Dieses Wirrwarr macht keinen Sinn."

Quelle: ntv.de, psc