Politik

Entscheidungshilfe zum 26. Mai Wahl-O-Mat für Europawahl startet online

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Der Wahl-O-Mat vergleicht die Einstellung seiner Nutzer mit den Aussagen von bis zu acht Parteien.

(Foto: picture alliance / Peter Kneffel)

SPD, CDU und Co. sind den meisten Deutschen wohl ein Begriff sein. Aber wer sind Die Grauen oder Die Violetten und wofür stehen sie? Für Verwirrte oder Unschlüssige steht ab heute der Wahl-O-Mat zur Europawahl im Netz.

Wer Entscheidungshilfe für die Europawahl am 26. Mai braucht, kann ab sofort den Wahl-O-Maten der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen. 38 Thesen zu unterschiedlichen Feldern der EU-Politik können die Nutzer mit "stimme zu", "neutral" oder "stimme nicht zu" beantworten. Am Ende kann man seine Antworten mit den Positionen von bis zu acht Parteien abgleichen lassen, ein Prozentwert zeigt den Grad der Übereinstimmung an.

*Datenschutz

Den Wahl-O-Maten gibt es seit 2002. Er soll vor allem junge Menschen für Landtags-, Bundestags- und Europawahlen mobilisieren. Inzwischen sei die Nutzung des Online-Angebots aber zum "demokratischen Volkssport" geworden, sagte der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, in Berlin bei der Vorstellung des Wahl-O-Maten für die Wahl zum EU-Parlament.

Nach Angaben der Zentrale wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 knapp 15,7 Millionen Mal genutzt und zur letzten Europawahl 2014 knapp 3,9 Millionen Mal. Die Thesen wurden von 24 Jugendlichen entwickelt, die sich für das Redaktionsteam beworben hatten. Die Teilnehmer wurden von Wissenschaftlern beraten, damit am Ende nur nach Themenfeldern gefragt wird, bei denen die EU auch etwas entscheiden kann - so gibt es zum Beispiel keine Frage zur Bildungspolitik, weil dafür die jeweiligen EU-Staaten selbst zuständig sind.

Insgesamt 41 Parteien haben sich dann zu diesen Fragen positioniert. Der Online-Fragebogen wie auch die Bundeszentrale insgesamt werden aus Steuergeldern finanziert. Die Kosten für die Entwicklung des Wahl-O-Maten zur letzten Bundestagswahl beliefen sich laut Bundeszentrale auf etwa 60.000 Euro, die Kosten für das Angebot zur Europawahl lägen in einer ähnlichen Größenordnung.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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