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Niedrige Beteiligung befürchtet Wahllokale öffnen in drei EU-Staaten

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Insgesamt können in den 28 EU-Staaten bis zum Sonntag mehr als 400 Millionen Wahlberechtigte mitentscheiden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Europawahl startet in ihren dritten und vorletzten Tag: Am Samstag stimmen neben den Bürgern der französischen Überseegebiete auch Lettland, Malta und die Slowakei ab. In Tschechien bleiben die Wahllokale geöffnet. Das große Finale folgt am Sonntag.

Am dritten Tag der Wahl zum EU-Parlament sind die Bürger in Lettland, Malta und der Slowakei zur Abstimmung aufgerufen. In Tschechien, wo die Wahllokale bereits am Vortag geöffnet waren, haben die Wähler auch am Samstag noch die Möglichkeit, über die künftige Zusammensetzung des Europaparlaments mitzuentscheiden. Auch in den französischen Überseegebieten hat die Wahl bereits begonnen. In den meisten Ländern wird allerdings erst am Sonntag gewählt.

Mit Spannung wird erwartet, wie dieses Mal die Beteiligung bei der Europawahl sein wird. In Tschechien, das vor fünf Jahren mit 18,2 Prozent eine der niedrigsten Wahlbeteiligungen unter allen EU-Staaten hatte, zeichnete sich nach Angaben des tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens CT dieses Mal eine ähnlich niedrige Beteiligung um die 20 Prozent ab. Die Slowakei, wo die Bürger an diesem Samstag ebenfalls abstimmen können, hatte bei allen EU-Wahlen, an denen das Land bisher beteiligt war, die niedrigste Beteiligung. Dass sich daran viel geändert hat, gilt als eher unwahrscheinlich. In den Niederlagen war die Wahlbeteiligung dagegen laut Prognose von 37,3 Prozent vor fünf Jahren auf 41,2 Prozent gestiegen.

Einen Tag vor dem eigentlichen Wahltermin im Mutterland Frankreich am Sonntag wird außerdem in den französischen Überseegebieten abgestimmt, also in Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, Saint-Barthélemy, Saint-Martin, Saint-Pierre und Miquelon sowie Französisch-Polynesien. Ergebnisse werden aber noch keine mitgeteilt. Um Beeinflussungen zu verhindern werden diese erst nach Schließung der letzten Wahllokale in Italien am Sonntagabend um 23.00 Uhr veröffentlicht.

Am Donnerstag hatten die Wahlen in Großbritannien und den Niederlanden begonnen. Am Freitag folgten Tschechien und Irland. Dort gehören nach einer ersten Prognose die Grünen zu den Gewinnern der Wahl. In Dublin scheint ihnen ein Mandat der Umfrage zufolge bereits sicher. Auch in den beiden anderen Wahlbezirken konnten sich die Grünen demnach möglicherweise ebenfalls jeweils einen Abgeordnetensitz sichern. Die liberal-konservative Regierungspartei Fine Gael hat demnach zwei und die konservative Fianna Fáil mindestens einen Platz im EU-Parlament sicher. Irland stellt 11 der 751 Abgeordneten des Europaparlaments. Insgesamt können in den 28 EU-Staaten bis zum Sonntag mehr als 400 Millionen Wahlberechtigte mitentscheiden.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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