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Nach Anhebung der Einfuhrzölle Washington wirft Ankara "Vergeltung" vor

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Die Türkei erhebt Importzölle auf viele US-Waren - als Reaktion auf Zölle der USA.

(Foto: REUTERS)

Nachdem die Türkei die Einfuhrzölle auf einige US-amerikanische Produkte angehoben hat, gibt sich die US-Regierung verärgert. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sieht die Reaktion der türkischen Regierung als "Vergeltung".

Washington hat im Streit mit der Türkei verärgert auf die Anhebung der Einfuhrzölle für mehrere US-Produkte reagiert. "Die Zölle der Türkei sind sicher bedauerlich und ein Schritt in die falsche Richtung", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders. Die USA hätten zuvor "aus nationalen Sicherheitsinteressen" die Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte erhöht. Bei der Reaktion Ankaras handele es sich dagegen um "Vergeltung". 

US-Dollar / Türkische Lira
US-Dollar / Türkische Lira 5,89

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor per Dekret neue Zölle auf US-Importe in Kraft gesetzt. Betroffen sind vor allem Autos, alkoholische Getränke sowie Tabak- und Kosmetikprodukte. Für Autos betragen die Zölle 120 Prozent, für alkoholische Getränke 140 Prozent und für Tabak 60 Prozent. Mit dem Schritt reagiert die Türkei auf die am Freitag verkündete Verdopplung der US-Zölle auf türkische Stahl- und Aluminiumimporte.

Die türkische Währung Lira war im Zuge des Konflikts mit den USA drastisch eingebrochen. Sanders sagte, die US-Regierung von Präsident Donald Trump beobachte die Folgen des Streits für die türkische Währung. Allerdings seien die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Türkei "Teil eines Langzeittrends", den das Land selbst verschuldet habe - und nicht die USA.

Das Verhältnis der Türkei zu den USA ist seit Längerem angespannt, hat sich zuletzt aber wegen des Streits um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson noch einmal verschlechtert. Der evangelikale Pfarrer sitzt seit Oktober 2016 wegen Spionage- und Terrorismusvorwürfen in türkischer Untersuchungshaft. Die USA forderten wiederholt seine Freilassung. Sanders erneuerte am heutigen Mittwoch die US-Kritik an der Inhaftierung. Die Türkei habe Brunson "sehr unfair, sehr schlecht" behandelt. Dabei sei der Pastor ein "standhafter Christ, der nichts Falsches getan hat".

Quelle: n-tv.de, sgu/AFP

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